25.11.2021 - 16:55 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Es braucht die Impfpflicht – leider

Die Impfpflicht wird in Politik und Gesellschaft diskutiert. Das ist gut, überfällig sogar. Die Zeit des Abwartens und Argumentierens ist vorbei, meint Redakteur Julian Seiferth.

Zahlreiche Impflinge warten in einer Schlange in den Messehallen im Hamburg auf ihre Impfung. Nach wie vor ist die deutsche Impfquote zu niedrig.
von Julian Seiferth Kontakt Profil
Kommentar

Elf Monate ist die erste Impfung in Deutschland heute her. Am 26. Dezember 2020 hatte die 101-jährige Edith Kwoizalla den Anfang gemacht. Die Idee, die Hoffnung: Deutschland würde folgen.

Ein Trugschluss, wie sich heute zeigt. Deutschland hinkt im internationalen Impf-Vergleich hinterher, gleichzeitig laufen die Intensivstationen voll. Pflegekräfte sind am Ende, Mediziner verzweifelt.

Hinweise darauf, dass das Impfverweigerer beeindruckt, gibt es nicht. Ja, stellenweise steigen die Zahlen der Erstimpfungen leicht, aber sind wir doch ehrlich: Das wird nicht reichen, uns nicht vor einer Dauerschleife immer wiederkehrender, verheerender Wellen retten.

Es gibt drei Wahrheiten: Impfen ist der Weg aus der Pandemie. Die Impfquote ist zu niedrig. Und der Worte sind genug gewechselt. Die Argumente für eine Impfung sind so oft, so flehentlich und so gut belegt vorgebracht worden, dass mehr eigentlich nicht geht. Wer bisher nicht zugehört hat, wird das auch weiterhin nicht tun. Der Staat muss jetzt durchgreifen.

Ampel-Koalitionärinnen uneins

Schwandorf
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.