09.03.2020 - 17:19 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Corona: Kein weiterer Fall im Landkreis, aber weitere Schulklassen zu

Im Landkreis Schwandorf wurde bis Montag kein weiterer Corona-Fall bestätigt. Allerdings fällt in drei weiteren Klassen an zwei Schulen am Dienstag und Mittwoch der Unterricht aus.

Die Grund- und Mittelschule Schwarzenfeld verweist auf ihrer Homepage auf die Schließung der Außenstelle in Stulln. Ab Dienstag ist auch die Ganztagsklasse 6b der Mittelschule betroffen.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Zusätzlich vom Unterrichtsausfall betroffen sind die Klassen 10a und 10b am Ortenburg-Gymnasium in Oberviechtach sowie die Ganztagsklasse 6b an der Mittelschule in Schwarzenfeld. Wegen "begründeter Verdachtsfälle" fällt in diesen Klassen an diesem Dienstag und Mittwoch die Schule aus. Das teilte Landratsamts-Pressesprecher Hans Prechtl mit.

Bereits am Sonntag war beschlossen worden, dass am Montag und Dienstag in zwei Klassen der Grundschule Burglengenfeld (2a und 4a), in der 7c am Gymnasium Burglengenfeld und in allen vier Klassen der Grundschule in Stulln der Unterricht ausfällt. Die vorsorgliche Schließung hat jeweils den gleichen Grund: Im Umfeld einzelner Schüler gibt es Kontaktpersonen, die in einem Risikogebiet waren und Symptome zeigten. Bis die jeweiligen Testergebnisse vorliegen, bleiben diese Klassen zu. Am Dienstag werde vormittags darüber entschieden, wie es in den Schulen in Burglengenfeld und Stulln weitergeht, sagte Prechtl.

Unterricht fällt aus, Vereinsturnen auch: Am Eingang der Grundschule Stulln hängt die Pressemitteilung des Landratsamtes aus. Wann der Unterricht weiterlaufen kann, wird am Dienstag entschieden.

In Stulln war eine mögliche Kontaktperson in Südtirol im Skiurlaub und zeigte danach Symptome, die auf eine Corona-Infektion hindeuten könnten, teilte Prechtl mit, der auch ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde ist. Das Testergebnis werde jetzt abgewartet. Die "Meldekette" über Lehrkräfte und Klassenelternsprecher sowie soziale Medien hat bestens geklappt. Laut dem Schulleiter der Grund- und Mittelschule Schwarzenfeld (Stulln ist eine Außenstelle), Siegfried Seeliger, standen in der Früh zwei Lehrkräfte bereit, um sich um eventuell doch kommende Schüler zu kümmern. Es kam niemand. "Es haben alle Kinder mitgekriegt", sagte Seeliger. Jetzt heißt es warten, bis das Testergebnis der Kontaktperson vorliegt. Bestätigt sich eine Ansteckung, würde dann nach einem Dekret der Regierung die Schule 14 Tage ausfallen. Rund 100 Kinder besuchen die Grundschule Stulln. "Fürsorgliche Vorsichtsmaßnahme", nennt Seeliger das Vorgehen.

Schwandorf

"Stand jetzt gibt es genau einen bestätigten Fall im Landkreis", sagte Hans Prechtl am Montagnachmittag. Es handelt sich um einen 49-jährigen Mann aus Schwandorf, der bis vergangenen Mittwoch im Skiurlaub in Tirol in Österreich war (wir berichteten). Am Bürgertelefon (siehe Kasten) meldeten sich laut Prechtl in den ersten vier Stunden rund 50 Anrufer.

Im Blickpunkt:

Bürgertelefon zum Thema Corona

Das Landratsamt hat ein Bürgertelefon zum Thema Corona eingerichtet. Unter 09431/471-150 sind vier Leitungen geschaltet, die von Mitarbeitern des Amtes betreut werden. Das teilte die Behörde mit. Das Belegt-Zeichen wird nur dann ertönen, wenn an allen vier Plätzen gleichzeitig gesprochen wird. Das Landratsamt weist besonders darauf hin, dass Informationen zum Coronavirus und Antworten zu häufig gestellten Fragen auch auf der Titelseite der Homepage (www.landkreis-schwandorf.de) veröffentlicht sind. (ch)

Die Entsorgung von häuslichen Abfällen, die eventuell mit dem Coronavirus kontaminiert sein könnten, kann laut Landratsamt gemeinsam mit dem Restmüll erfolgen. Solche Abfälle dürfen aber nicht lose in die Mülltonne gegeben werden, sondern sind in stabile Müllsäcke zu verpacken, die verknotet und damit sicher verschlossen werden. "Abfälle, die kontaminiert sein könnten, dürfen nicht über die Papiertonne oder die blauen und grauen Wertstoffsäcke entsorgt werden", heißt es in einer Pressemitteilung.

An der Grundschule Stulln entfällt der Unterricht auch am Dienstag. Rund 100 Kinder aus vier Jahrgangsstufen müssen zu Hause bleiben. Wie lange noch, wird am Dienstag entschieden.
Schwandorf

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