29.04.2021 - 16:50 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Corona: Landkreis Schwandorf nur für einen Tag unter 100

Nach einem Tag ist es schon wieder vorbei mit den guten Aussichten: Die Corona-Inzidenz liegt im Landkreis Schwandorf wieder über 100. Zudem muss das Gesundheitsamt den 150. Corona-Todesfall registrieren.

von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Dieser Spruch hat sich bewahrheitet. "Wir haben uns zwar gefreut, als die Inzidenz am Mittwoch unter 100 lag, aber Erleichterungen wie etwa Präsenz- oder Wechselunterricht statt Distanzunterricht und eingeschränkter Regelbetrieb statt Notbetreuung in Kindertageseinrichtungen können gemäß den staatlichen Vorgaben erst dann greifen, wenn die Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Tagen den Schwellenwert von 100 unterschreitet. Die frühere Regelung, dass allein die Inzidenz am Freitag dafür maßgeblich wäre, ob ab Montag der Schulbetrieb wiederaufgenommen werden kann, gilt nicht mehr. Damit steht bereits heute fest, dass sich für die Schüler ab Montag nichts ändert", teilte das Landratsamt am Donnerstag mit.

Mit 38 Fällen vom Mittwoch erhöhte sich die Gesamtzahl der Corona-Infektionen im Landkreisgebiet auf 7754. Davon wurde 2577 Mal die britische Virusvariante festgestellt. Und zugleich ging die Sieben-Tage-Inzidenz von 94,0 nach oben auf 100,8.

Mit dem Tod einer 77-jährigen Heimbewohnerin hat sich die Zahl der mit oder an Corona Verstorbenen im Landkreis Schwandorf auf 150 erhöht. Damit sind innerhalb von drei Monaten 50 Personen verstorben, nachdem der 100. Todesfall am 27. Januar vermeldet worden war. Im Altenheim Dorea Familie in Wackersdorf wurden bei regelmäßigen POC-Testungen keine weiteren Fälle identifiziert. Die nächste PCR-Testung ist für den 3. Mai geplant.

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Zuletzt hatte das Landratsamt am 23. April mitgeteilt, dass an Veranstaltungen anlässlich von Todesfällen nur bis zu 30 Personen teilnehmen durften. Mit Rundschreiben vom 29. April hat das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege nun erklärt, dass diese Obergrenze nur für weltliche, religionsfreie Trauerfeiern gilt. Bei religiösen oder christlichen Trauerfeiern gilt nicht diese zahlenmäßige Höchstteilnehmerzahl, sondern die Regelung für Gottesdienste und Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften. Das bedeutet, dass an einem Requiem genauso viele Gläubige teilnehmen dürfen wie am Sonntagsgottesdienst. Die konkrete Höchstzahl ist also von der Größe des Gotteshauses abhängig. Auch für den christlichen Friedhofgang (Aussegnung, Beerdigung) gilt nicht die Obergrenze von 30 Personen. Mit dem Satz „Eine anschließende Zusammenkunft der Trauergäste ist nach § 5 Satz 1 der 12. BaylfSMV weiterhin untersagt“ bestätigt das Staatsministerium auch in seinem neuesten Erlass, dass der in unserer Gegend übliche "Leichtrunk" untersagt bleibt.

Das Landratsamt haben einige kritische Anmerkungen erreicht, weil es am Mittwoch im Zusammenhang mit der Öffnung des Wild- und Freizeitparks Höllohe von einer FFP2-Maskenpflicht gesprochen hatte. Dazu stellte Amtssprecher Hans Prechtl fest: "Wir weisen darauf hin, dass es sich dabei nicht um eine Regelung handelt, die wir als Landratsamt noch oben draufsetzen, sondern um eine klare Vorgabe aus der Kabinettssitzung vom Dienstag".

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