07.04.2020 - 17:07 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Coronavirus: Schwandorfer Krankenhaus St. Barbara sieht sich gut gerüstet

Im Krankenhaus St. Barbara gibt es zwei komplette Isolierstationen für nicht intensivpflichtige Covid-19-Patienten. Weitere Stationen sind nach und nach als vollständige Isolierbereiche verfügbar.

Das Krankenhaus St. Barbara Schwandorf verfügt dank dem erst kürzlich bezogenen Neu- und Erweiterungsbau über eine der modernsten und großzügigsten Intensivstationen Deutschlands mit 22 Plätzen.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Seit etwa zwei Wochen ist das gesamte Krankenhaus St. Barbara auf die Versorgung von schwer an Covid-19-erkrankten Patienten ausgerichtet. Es hat viele zusätzliche Kapazitäten geschaffen und die in diesen Zeiten so wichtigen Beatmungskapazitäten verdoppelt. Damit sei "das größte Krankenhaus im Landkreis Schwandorf bestens gerüstet für die kommenden Tage und Wochen", wenngleich laut Geschäftsführer Martin Baumann niemand abschätzen könne, wie viele Patienten künftig versorgt werden müssen. Besonders stolz ist der Geschäftsführer des Krankenhauses auf die erst Ende Februar bezogene Intensivstation mit Intermediate Care-Einheit: "Damit steht uns im Landkreis Schwandorf eine der modernsten und großzügigsten Intensivstationen Deutschlands zur Verfügung." Auf der neuen Intensivstation befinden sich 22 Bett- und Beatmungsplätze. 14 Intensivzimmer sind Einzelkabinen, fünf davon wurden als Schleusenzimmer konzipiert. In einem angrenzenden, ebenfalls neuen und vollständig eingerichteten Multifunktionsraum besteht die Möglichkeit, die vorhandenen Kapazitäten um vier zusätzliche Betten als Intermediate-Care/Intensivstation zu erweitern.

Im Landkreis Schwandorf ist die Zahl der positiv getesteten Personen am Dienstag auf 283 angestiegen

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Versorgung gesichert

Auch zum vieldiskutierten Thema Schutzkleidung nimmt Baumann Stellung: "Wir verfügen am Krankenhaus dank eingetroffener Lieferungen und Zuteilungen über eine ausreichende Menge an Schutzausrüstung. Unser Bedarf ist abgedeckt, und wir sind auch für eine zunehmende Anzahl schwer Erkrankter sehr gut aufgestellt." Dass der Ausnahmezustand bislang so gut laufe, dafür dankt er den Mitarbeitern, die alle an einem Strang ziehen und ungeachtet ihres eigentlichen Arbeitsplatzes überall dort unterstützen würden, wo ihre helfende Hand gerade benötigt wird.

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Generell sei die Stimmung im Haus den Umständen entsprechend gut, berichtet der Geschäftsführer. Auch wenn es unter den Mitarbeitern - wie derzeit überall in der Bevölkerung - einige positiv auf das Coronavirus Getestete gebe, sei die Zahl nicht ungewöhnlich hoch.

Das Krankenhaus verfügt nach eigener Aussage dank eingetroffener Lieferungen und Zuteilungen über eine ausreichende Menge an Schutzausrüstung.
Bereits am 19. März entstand dieses Foto von Dr. Regina Birk, Chefärztin Anästhesie und Intensivmedizin, inmitten von Pflegefachkräften der Intensivstation am Krankenhaus St. Barbara. In acht verschiedenen Sprachen werben sie dafür, dass es im Kampf gegen das Corona-Virus hilft, wenn möglichst viele Menschen strikt zu Hause bleiben.

Krankenhaus hat den überdachten Vorplatz der Notaufnahme vom THW in einen geschlossenen Raum umwandeln lassen.

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Aktuelle Zahlen:

Laut Landratsamts-Pressesprecher Hans Prechtl ergab die tagesaktuelle Bettenabfrage (Dienstag) folgendes Bild: Im Krankenhaus Schwandorf sind 29 Corona-Patienten, davon 21 auf Normalstation und 8 auf Intensivstation. All 8 werden beatmet. Im Krankenhaus Burglengenfeld sind 10 Patienten, davon 8 auf Normalstation und 2 auf Intensivstation. Beide werden beatmet.

Aufruf, den das St.-Barbara-Krankenhaus kurzfristig über seine Facebook-Seite gestartet hat, stößt auf Resonanz.

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