Schwandorf
22.11.2018 - 13:09 Uhr

"Dankeschön" in Kartenform

Karin Schindler ist stellvertretende VdK-Ortsvorsitzende, organisiert Seniorennachmittage oder besucht Bewohner in den Heimen. "Dieses ehrenamtliche Engagement soll belohnt werden", sagt OB Andreas Feller und verleiht die Ehrenamtskarte.

Oberbürgermeister Andreas Feller (rechts) verlieh Karin Schindler. Dr. Norbert Frank und Herbert Suttner (von links )die blaue Ehrenamtskarte. Bild: Hirsch
Oberbürgermeister Andreas Feller (rechts) verlieh Karin Schindler. Dr. Norbert Frank und Herbert Suttner (von links )die blaue Ehrenamtskarte.

Unter den Geehrten war auch der Vorsitzende des SC Ettmannsdorf, Dr. Norbert Frank, der sich um "das operative Geschäft des Gesamtvereins und die Finanzen" kümmert. Dritter im Bunde war bei der Verleihung im Rathaus Herbert Suttner, der sich ebenfalls beim VdK-Sozialverband ehrenamtlich einbringt. Alle drei Träger der Ehrenamtskarte hatten einen Folgeantrag gestellt und übereinstimmend bestätigt, "dass sie die Vorteile beim Einkaufen, bei Eintritten und bei Dienstleistungen zu schätzen wissen".

Karin Schindler hat ihre Wohnung renoviert, für eine fünfstellige Summe Waren in einem Baumarkt eingekauft und als Inhaberin der Ehrenamtskarte "Prozente" bekommen. "Das hat ganz schön was ausgemacht", versicherte sie dem Oberbürgermeister. Sie wünscht sich eine flächendeckende Akzeptanz, denn vielerorts werde die Vorteilskarte noch nicht anerkannt, bedauert Karin Schindler. Im Landkreis Schwandorf machen mittlerweile 50 Kommunen, Gastronomiebetriebe, Einkaufsmärkte und Einzelhändler mit und gewähren ermäßigte Eintritte in Hallen- und Freibäder, Festspiele und Museen, geben Rabatte bis zu 20 Prozent oder servieren zum Essen schon mal ein Freigetränk. Wer mit der EC-Karte zahlt, bekommt in manchen Geschäften zusätzlich einen Preisnachlass.

Die Ehrenamtskarte in Blau muss alle drei Jahre neu beantragt werden. Nach wiederholter Ausgabe erhält der Träger die Version in "Gold", die zeitlich unbegrenzt gilt. Die Stadt Schwandorf hat bislang 151 Ehrenamtskarten an Vertreter von sozialen und kirchlichen Einrichtungen, Sportvereinen, Rettungsorganisationen sowie Feuerwehr und Technischem Hilfswerk ausgegeben und damit den ehrenamtlichen Einsatz dieser Personen gewürdigt.

"Die Idee für die bayerische Ehrenamtskarte stammt vom Sozialministerium und ist zu einer Erfolgsgeschichte geworden", versicherte Oberbürgermeister Andreas Feller, der mehrmals im Jahr eine Verleihung vornimmt. Er sieht in der Ehrenamtskarte eine Anerkennung für "besonderes bürgerschaftliches Engagement". Ehrenamt finde größtenteils vor Ort statt, in der Gemeinde, in der Stadt und im Landkreis, in dem die Ehrenamtlichen wohnen.

Jeder ehrenamtlich Tätige leiste einen Beitrag zum Gemeinwohl, der über die jeweilige Gemeinde-, Stadt- oder Kreisgrenze hinaus wirke und letztlich dem gesamten Freistaat zugute komme, heißt es in den Richtlinien. Deshalb würden der Freistaat, die kreisfreien Städte und die Landkreise Bayerns zusammenarbeiten und den besonders engagierten Bürgern ein "Dankeschön" sagen.

 
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