16.09.2021 - 08:51 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Englhardt-Kopf will "Stimme der Region" sein

Die CSU-Direktkandidatin Martina Englhardt-Kopf war ihr halbes Leben lang in politischen Ehrenämtern aktiv. Nun will sie nach Berlin. Dort sieht sich die 40-Jährige vor allem als Botschafterin der Region.

Martina-Englhardt-Kopf im Feld. Die 40-Jährige sieht die Landwirtschaft als Teil der Lösung beim Klimaschutz.
von Julian Seiferth Kontakt Profil

Verwurzelt in der Region und im Ehrenamt, tief und seit langem – so sieht sich CSU-Direktkandidatin Martina Englhardt-Kopf. Die 40-Jährige geht als Favoritin in die Direktwahl, gibt sich aber noch vorsichtig: „Ich bin schon so lange dabei, für die Sache und die Region. Sollte sich das jetzt ergeben, wäre das eine einmalige Möglichkeit, meine Erfahrung in Berlin einzubringen.“

Englhardt-Kopf hat Ideen, im Gespräch mit Oberpfalz-Medien sprudelt es aus ihr heraus, fast jeder Satz endet mit einem Zusatz: „Für den Heimatwahlkreis.“ Alternativ: „Für die Region.“ Englhardt-Kopf ist unter anderem deshalb gegen eine Verkleinerung des Bundestages: „Es braucht die Vertreter des ländlichen Raumes. Gerade dann, wenn das Gespräch auf Bahn- oder Straßenausbau kommt, ist die Perspektive auf dem Land eine andere als in der Großstadt.“

Als zweifache Mutter liege ihr auch die Stärkung der Familien am Herzen. „Frauen brauchen flexible Betreuungsmöglichkeiten vor Ort. Das kann vor Ort angeboten werden, aber ohne Fördermittel geht da wenig.“ Bildung, Betreuung, Infrastruktur, Internetausbau, Mobilfunk – in all diesen Bereichen gelte dasselbe: „Ich bin tausende Kilometer durch den Wahlkreis gefahren. Überall gibt es Herausforderungen in diese Themen, die es in Ballungsräumen nicht gibt.“ Ein Beispiel sei das autonome Fahren. Eine wunderbare Idee, findet Englhardt-Kopf, aber: „Ohne flächendeckendes Netz vor Ort funktioniert das nicht. Solange das ein Problem ist, können wir hier überhaupt nicht daran denken.“ So sei es bei vielen Entscheidungen, die in Berlin getroffen würden. „Die funktionieren dort sicher wunderbar, aber eben nicht überall. Das muss auf Praxistauglichkeit geprüft werden.“

Auch der Umwelt- und Klimaschutz sei ein übergeordnetes Thema. „Die Landwirtschaft ist hier für mich Teil der Lösung. Wir können von Blühwiesen – so schön sie auch anzuschauen sind – nicht leben.“

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Schwandorf
Hintergrund:

Das ist Martina Englhardt-Kopf

  • Martina Englhardt-Kopf wurde am 8. Juni 1981 in Schwandorf geboren, wo sie heute noch lebt.
  • Die 40-Jährige verdient ihr Geld als Studiendirektorin mit Aufgabenschwerpunkt Berufsvorbereitung.
  • Politsch aktiv ist sie seit über 20 Jahren: Im Jahr 2000 trat die damals 19-Jährige der Jungen Union bei.
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