08.02.2020 - 12:33 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Für ein Schwandorf "mit Herz und Verstand"

Mit einem Bekenntnis zu ökologischen Schwerpunkten bei der Entwicklung der Stadt gestalten die Schwandorfer Grünen den Auftakt ihres Wahlkampfs. In der Veranstaltung wird das Wahlmanifest "10 Punkte für Schwandorf" vorgestellt.

Grünen-Sprecherin und Stadtratskandidatin Franziska Wünsch (stehend) leitete die Auftaktveranstaltung der Schwandorfer Grünen für die Stadtrats- und Oberbürgermeisterwahl Mitte März.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Über die Bühne gegangen ist die gut besuchte Zusammenkunft im Hofcafé des Brunnerhofs in Richt, wo Erlebnisbäuerin Veronika Peters-Brunner (36) als Gastgeberin auftrat. Sie kandidiert überdies auf Platz drei der Grünen-Liste für den Stadtrat und auf Platz 31 der Liste für den Kreistag. In ihrem Statement zur Wahl brach sie eine Lanze für ökologisch-wirtschaftende Bauernhöfe. „Sie brauchen die Unterstützung ihrer Kunden“, wünschte sie sich. Außerdem sprach sie sich für ein „gescheites Fahrradkonzept“ in der Stadt aus, so dass die Kommune „fahrradfreundlicher“ wird.

Finanzbeamtin Marion Juniec-Möller (55), die zum dritten Mal für den Posten des Bürgermeisters kandidiert, die Schwandorfer Grünen-Stadtratsliste auf Platz eins anführt und für den Kreistag auf Platz drei antritt, warnte eingangs: „Wir sind die letzte Generation, die den Klimawandel stoppen kann.“ Sie erinnerte die Anwesenden an erfolgreiche und öffentlichkeitswirksame Aktionen wie den Kampf gegen die geplante Hähnchen-Mastanlage. Anstatt mit Bürgerentscheiden Fehlentscheidungen des Stadtrats korrigieren zu müssen, möchte sie die Bürger transparent an der Stadtpolitik beteiligen. Ihr Credo: „Wer keine ökologischen Visionen hat, gehört nicht ins Rathaus.“

Auf Platz zwei der städtischen Grünen-Liste (Platz zwölf für den Kreistag) steht der Polizeibeamte Paul Groß (58), der einer von zwei Schwandorfer Grünen-Sprechern ist und laut eigenen Angaben in der WAA-Zeit politisiert wurde. Ihm liegen die Punkte Sozialpolitik und Flüchtlinge am Herzen und er sieht in beiden Bereichen „die Zivilgesellschaft gefordert“.

Die 31-jährige Arbeitsvermittlerin und weitere Schwandorfer Grünen-Sprecherin Franziska Wünsch hat sich die Themen „Stadtpark“ und „Radwegenetz“ auf die Fahne geschrieben. Sie kandidiert auf Platz vier der Stadtrats- und auf Platz 17 der Kreistagsliste. „Der Stadtpark ist mir als Mutter eines kleinen Kindes nicht ganz geheuer“, gab sie zu. Hier müsse sich unbedingt etwas ändern, auch was die schlechten Zuwege für Kinderwägen anbelangt. Ihr Wunsch: „Dass der Park ein Familientreffpunkt wird.“

Des Themas „Verkehr“ nahm sich der auf Platz sechs kandidierende Finanzbeamte Frank Möller (55) an. Seinem Plädoyer für E-Mobilität folgte die Forderung, die E-Parkplätze in der Stadt besser zu überwachen, E-Car-Sharing anzubieten, wie es in Nachbarorten schon üblich sei, und einen E-Fahrradverleih zu initiieren. Ansiedeln möchte Möller das alles am Busbahnhof, der sich zu einer Art „Mobilitätszentrum“ entwickeln könnte. Auch Möller steht zusätzlich auf der Grünen-Kreistagsliste, auf Platz 26.

Renate Kersting-Tschirpanliew (71), eine ehrenamtliche Mitarbeiterin in der Diakonie Schwandorf, liegen die Senioren am Herzen: „Sie können eine ganze Menge bewirken.“ Sie kandidiert auf Platz sieben für den Stadtrat, auf Platz 41 für den Kreistag. Eltern-Kind-Gruppenleiterin Constanze Schuhmann (52) ist über die Sorge um die Artenvielfalt zu den Grünen gekommen. „Das Artensterben besorgt mich sehr“, gab sie zu verstehen. Sie steht auf Platz neun der Stadtratsliste. Heilerziehungspflegerin Irene Rester (50), Listenplatz elf, wünscht sich, dass Menschen mit Beeinträchtigung nicht aus dem sozialen Leben der Stadt ausgeschlossen werden.

Kurzstatements gab es auch noch von weiteren Kandidaten. Wolfgang Rösler, Platz 16, 55 Jahre alt und Beamter, wies unter anderem auf die nötigen Sanierung einiger Gebäude in der Innenstadt hin; Harald Eberhardt (63, Rentner, Platz 22), sieht seinen Schwerpunkt beim Thema Tierschutz, Diplom-Kauffrau Christina Wolf (43), Platz 17, findet es „befremdlich“ dass die Schwandorfer ein schlechtes Bild von ihrer eigenen Stadt hätten. Ingenieur Christoph Beck (61; Platz 12) nahm sich des Themas Müllverbrennung an.

Auch Grünen-Landratskandidat Rudi Sommer aus Bruck und die auf Platz eins der Kreistagsliste gesetzte Ulrike Pelikan-Roßmann (Wackersdorf) nutzten die Gelegenheit, sich vorzustellen und auf die Wichtigkeit ökologischer Politik im Landkreis Schwandorf hinzuweisen.

Die Schwandorfer Grünen stellen sich für die Stadtratswahl auf

Schwandorf
Zu Gast bei der Wahlkampf-Auftaktversammlung der Schwandorfer Grünen: Ulrike Pelikan-Roßmann aus Wackersdorf, die die Kreistagsliste der Grünen im Landkreis Schwandorf anführt.

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