12.07.2020 - 08:38 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Haare angezündet: Vierjährige schwer verletzt

In einem unbeobachteten Moment nimmt eine Vierjährige in einer Wohnung im Schwandorfer Stadtgebiet ein Feuerzeug – mit schlimmen Folgen: Das Mädchen zündet sich die Haare an. Es wird mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik gebracht.

Schwere Brandverletzungen am Kopf hat ein vier Jahre altes Mädchen erlitten. Es hatte sich mit einem Feuerzeug offenbar die Haare angezündet. Es wurde mit dem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen.
von Autor ELDProfil

Hubschrauber-Dröhnen zerstört am frühen Samstagabend die Stille im Stadtsüden. Der Rettungsflieger setzt unmittelbar am Rande der Häuser eines Baugebiets im Schwandorfer Stadtteil Ettmannsdorf auf. Dann herrscht erst einmal wieder Ruhe. Rettungswagen und Notarztfahrzeug stehen mit eingeschaltetem Blaulicht am Beginn eines Schotterweges. Erstversorgt wird im Rettungswagen ein vier Jahre altes Mädchen.

Gegen 18.15 Uhr ist es in einem unbeobachteten Moment in der Wohnung der vierköpfigen Familie im Stadtgebiet an ein Feuerzeug gekommen. Wie die Autobahnpolizeistation berichtet, zündet sich das Mädchen dann beim Spielen offenbar im Flur die Haare an.

Die Mutter, die sich zu diesem Zeitpunkt im Wohnzimmer aufhält, wird durch die Schreie des Kindes auf das Unglück aufmerksam. "Sie konnte die Flammen zwar mit der Hand ablöschen, das Mädchen hatte aber schon schwerere Brandverletzungen am Kopf davongetragen", berichtet die Polizei. Nach unseren Informationen hat es auch Probleme mit der Atmung.

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Der sofort alarmierte Notarzt fordert einen Hubschrauber an. Der Krankenwagen des BRK bringt es in Notarztbegleitung soweit als möglich an den Hubschrauberlandeplatz in einer Wiese. Nach einer intensiven und längeren Versorgung durch Notarzt und Rettungssanitäter wird das schwer verletzte Kind an das Team der Deutschen Luftrettung übergeben.

Gegen 19.30 Uhr hebt der Rettungshelikopter in Richtung Münchner Spezialklinik ab. Vor Ort werden die Verletzungen der Vierjährigen nicht als lebensbedrohlich eingeschätzt.

"Von den aufnehmenden Beamten der Autobahnpolizeistation Schwandorf wird noch zu klären sein, wie das Mädchen an das Feuerzeug gelangen konnte", heißt es abschließend im Polizeibericht. Diese Ermittlungen sind in solchen Fällen üblich.

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