29.03.2019 - 13:45 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Handwerk als Bildungsmotor

Christoph Steinbacher aus Schwandorf gewann den Bundeswettbewerb der Auszubildenden in der Sparte "Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik". Er vertritt Deutschland nun bei der Europameisterschaften der besten Anlagenmechaniker.

Präsident Michael Hilpert (Zweiter von rechts) überreichte dem Bundessieger des Sanitär-Wettbewerbs, Christoph Steinbacher (Zweiter von links), einen Werkzeugkoffer als Geschenk. Obermeister Michael Zinnbauer (rechts) und Prüfungsvorsitzender Thomas Steinbacher (links) gratulierten.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Der Vorsitzende des Zentralverbandes nahm im Fortbildungszentrum Charlottenhof an der Freisprechung von 70 Lehrlingen der Branche "Sanitär, Heizung, Klima" teil und bescheinigte ihnen beste Berufsaussichten. Mit der Energiewende und dem demografischen Wandel zeichneten sich neue Aufgabenfelder ab. "Im Mittelpunkt eines altersgerechten Wohnens steht das Bad", sagte der Präsident des Zentralverbandes. Er erwartet für seine Branche verstärkt Sanierungsaufträge. Auch bei der Energiewende seien die SHK-Betriebe gefordert, ist Michael Hilpert überzeugt.

"Sie haben tolle Berufe erlernt", versicherte der Obermeister der Metallinnung, Bernhard Stegerer, den Absolventen. Er lobte die Personalpolitik der 21 000 Betriebe in Niederbayern und der Oberpfalz und stellte fest: "Bei uns im Handwerk sind die Mitarbeiter kein Kostenfaktor, sondern ein Wert". Im ostbayerischen Handwerk seien 18 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer und 16 000 Auszubildende beschäftigt. "Das Handwerk ist ein Bildungsmotor und existenziell wichtig für das Leben der Menschen", ist Bernhard Stegerer überzeugt.

"Als Fachkräfte im Handwerk seid ihr heiß begehrt", bestätigte Kreishandwerksmeister Christian Glaab den Absolventen. Und stellvertretender Landrat Jakob Scharf ergänzte: "Sie haben Berufe gewählt, die die Gesellschaft braucht". Für Oberbürgermeister Andreas Feller ist eine handwerkliche Tätigkeit nicht nur Beruf, "sondern Berufung".

Die Obermeister und die Prüfungsvorsitzenden der Sparten überreichten den Absolventen die Zeugnisse und zeichneten die Prüfungsbesten aus. Von den 13 Metallbauern haben alle die Prüfung bestanden. Andreas Stangl, ausgebildet bei der Firma Bernhard Wild GmbH in Wernberg-Köblitz, erzielte mit 86,51 Punkten das beste Ergebnis. Auch bei den Feinwerkmechanikern waren alle 29 Prüflinge erfolgreich. Hier lagen Philipp Nachtmann (FEE Industrieautomation, Neunburg vorm Wald, 91,77 Punkte) und Michaela Böhm (Mühlbauer Maschinenbau, Runding, 92,16) vorne.

27 Jugendliche traten bei den Anlagenmechanikern für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik zur Prüfung an, 21 von ihnen haben bestanden. Bester war Valentin Ebensberger von der Firma Helmut Treml GmbH in Maxhütte-Haidhof, der 181,51 von 200 möglichen Punkten erzielte. Aus den neun Spengler-Absolventen ragte Daniel Lehmeier (Schlosser Dachbau GmbH in Freudenberg) mit 84,24 Punkten heraus. Einrichtungsleiter Uli Götz überreicht traditionsgemäß dem besten Prüfling einen Bildungsgutschein über 300 Euro. Ihn bekam diesmal Feinwerkmechanikerin Michaela Böhm.

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