Schwandorf
24.01.2022 - 17:08 Uhr

"Herrgottswasser" in der Schwandorfer Bücherei

„Die Handlungen sind ein bisschen schräg“, warnt Hans-Peter Dinesh Bauer die Zuhörer vorab. Im Alpen-Krimi „Herrgottswasser“ ereignen sich in der Tat mysteriöse Dinge. In der Schwandorfer Bücherei gab der Autor ein paar Kostproben.

Autor Hans-Peter Denish Bauer las in der Schwandorfer Bücherei. Die Handlungen in seinen Büchern sind "ein bisschen schräg". Bild: Hirsch
Autor Hans-Peter Denish Bauer las in der Schwandorfer Bücherei. Die Handlungen in seinen Büchern sind "ein bisschen schräg".

Die Lesung von Hans-Peter Dinesh Bauer aus seinem Buch "Herrgottswasser" am Donnerstag in der Stadtbibliothek war die erste Veranstaltung unter der Regie der neuen Leiterin Christin Präßler. Sie hieß unter Corona-Bedingungen einen kleinen Kreis von Zuhörern willkommen und bereitete sie auf „eine spannende Lesung“ vor.

„Wunderwasser“ sprudelt aus den Quellen von Sankt Leonhard. Ein „bayerisches Lourdes“. Man will das Wallfahrtskirchlein in eine Wellness-Oase verwandeln. Dafür ist den Betreibern jedes Mittel recht. Chefreporter Lorenz Seidel und Provinz-Profiler Quirin Berger haben ihre Müh und Not, die perfiden Pläne zu durchkreuzen. Zumal nicht nur mysteriöse Verbrechen, sondern auch wundersame Dinge geschehen.

Auf einem Friedhof im oberbayerischen Bergland sollen zwei Unteroffiziere der Bundeswehr ein Heldenbegräbnis bekommen. Sie waren von „Turban-Talibanen“ aus dem Hinterhalt erschossen worden. Der Aufmarsch zu Ehren der Vaterlandsverteidiger war groß. Die Gebirgsschützen waren angetreten, Landesvater und Diözesanbischof fuhren in gepanzerten Limousinen vor. Das Fernsehen berichtete mit einem Großaufgebot von diesem „Schaulaufen“. Im Ort herrschte der Ausnahmezustand. Trauerbeflaggung und Fahnen auf „halbmast“. Alle wollten „den Helden vom Hindukusch“ die letzte Ehre erweisen. Es sollte „a schöne Leich`“ werden, theatralisch und pompös inszeniert. Eine Kapelle blies „den Getöteten den Marsch vom guten Kameraden“. Plötzlich fiel aus dem Hinterhalt ein Schuss. Der Attentäter hatte es auf den Ministerpräsidenten abgesehen. Eine „neue Dimension des Terrors“ inmitten der oberbayerischen Bergidylle. In der Tat ein „schräges Gedankengebilde".

Schwandorf28.12.2021
 
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