29.08.2019 - 12:22 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Das Herz schlägt für Volleyball

Mit Fußball fängt Gerd Spies an. Heute ist er eine große Nummer im Volleyball. Der Lehrer für Sport und Geografie gründet das Projekt "Sport und Verein". Als Teammanager beim Volleyballclub VC DJK Amberg startet er vor drei Jahren gleich in der Bayernliga durch.

Erfolgstrainer Gerd Spies (links) jubelt mit den Mädchen, die im Schulwettbewerb das Bundesfinale erreichten und im Verein den Sprung in die Bayernliga schafften.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

In seiner aktiven Zeit war Gerd Spies (68) ein ambitionierter Amateurfußballer und Trainer. Später wechselte er die Sportart und sorgte im Volleyball für Furore. Allerdings nicht als Spieler, sondern als Funktionär, Übungsleiter und Teammanager. Mit der Damenmannschaft des VC Schwandorf stieg er heuer in die Bayernliga und mit den Herren des VC DJK Amberg in die Regionalliga auf.

Mitte der 1970er Jahre wechselte der Torjäger zum FC Schwandorf und stieg mit ihm in die Landesliga auf. Es folgten Stationen als Spieler und Trainer beim FC Amberg, TuS Schnaittenbach, SV Luitpoldhöhe, TuS Rosenberg und TV Wackersdorf, ehe Gerd Spies 1988 als Trainer zum FC Schwandorf zurückkehrte. Der Club gehörte damals zu den Gründungsmitgliedern der neu geschaffenen Bezirksoberliga.

Schulsport Volleyball

1979 wurde der Lehrer für Sport und Geografie an das Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium nach Schwandorf versetzt und lernte dort eine neue Sportart kennen. Volleyball schien ihm für den Schulsport sehr gut geeignet. Gerd Spies ließ sich zum Trainer und Übungsleiter ausbilden.

Und die Regierung würdigte dieses Engagement und baute das CFG zur Stützpunktschule für Volleyball aus. Doch der Sportlehrer erkannte bald: Der differenzierte Sport an der Schule reichte nicht aus, um weiter nach oben zu kommen. Der Schulsportreferent "Volleyball" im Regierungsbezirk Oberpfalz suchte sich mit dem SC Ettmannsdorf einen Partner, ließ sich dort zum Abteilungsleiter wählen und entwickelte das Erfolgsmodell "Schule und Verein".

Irgendwann stockte auch dort die Zusammenarbeit. Gerd Spies gründete den Volleyballclub Schwandorf, den er seitdem als Vorsitzender leitet. Diese Konstellation gab dem Kooperationsprojekt einen neuen Schub. In diesem Jahr konnte der pensionierte Studiendirektor aus Kümmersbruck die Früchte seiner Arbeit ernten. Die Damen des VC Schwandorf schafften den Sprung in die Bayernliga. Von der erfolgreichen Vereinsarbeit profitierte auch die Auswahl des Gymnasiums Schwandorf, die bei den Schulwettbewerben 2017 die Qualifikation für das Bundesfinale in Berlin schaffte.

Kräfte gebündelt

Als aktiver Volleyballer ist Gerd Spies über das Niveau eines Bezirksligaspielers beim TV Amberg nicht hinaus gekommen. Dafür ist er als Teammanager beim Volleyballclub VC DJK Amberg umso erfolgreicher. Dass der neu gegründete Verein vor drei Jahren gleich in der Bayernliga starten konnte, verdankte er den Kontakten des Volleyball-Kreisvorsitzenden Gerd Spies, der die talentierten Spieler der Region nach Amberg holte und dort die Kräfte bündelte. Der Lohn: Im dritten Jahr der Zugehörigkeit zur Bayernliga stiegen die Amberger VC-Herren in die Regionalliga auf.

Die Sparda-Bank Ostbayern honorierte inzwischen die erfolgreiche Nachwuchsarbeit von Gerd Spies und dessen Frau Thea mit einem Förderbeitrag von 5000 Euro, den Vorstandsvorsitzender Georg Thurner kürzlich an das Ehepaar überreichte.

Nach seiner aktiven Zeit war Gerd Spies (rechts) von 1988 bis 1990 Trainer beim FC Schwandorf. Das Bild zeigt ihn mit dem damaligen Spartenleiter Felix Hierstetter (links) und den beiden Neuzugängen Dieter Vogl (Zweiter von links) und Jürgen Schönfelder (Zweiter von rechts).
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