16.11.2021 - 13:48 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Ein innerer "PARTEI"-Tag: Warum diese Hausdurchsuchung das falsche Signal ist

Der selbe Witz seit 17 Jahren: Über die "PARTEI" muss niemand mehr mehr viele Worte verlieren. Deshalb tut die Staatsanwaltschaft den "PARTEI-"Funktionären mit Hausdurchsuchungen den größten Gefallen, kommentiert Wolfgang Würth.

In aller Frühe stand die Polizei zur Hausdurchsuchung vor der Tür der "PARTEI"-Politikerin.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil
Kommentar

Nein, die Staatsanwaltschaft gibt bei der Ermittlung um das "PARTEI"-Plakat kein gutes Bild ab. Dabei geht es nicht darum, dass die Funktionäre der "PARTEI" sich auf Satire berufen, die nach Tucholsky ja "alles" darf.

Die Frage muss sich auch die "PARTEI" gefallen lassen: Reicht es aus, 17 Jahre lang den immergleichen "Witz" zu wiederholen (Hahaha, wir tun, als wären wir Politiker, und sagen und machen dabei voll "krasse" Dinge. Hohoho). Reicht es also, jede Beleidigung zur Satire auszurufen, um dafür nicht belangt zu werden?

Aber auch, wenn es nachvollziehbar ist, dass sich die betroffenen Politikerinnen beleidigt und verletzt fühlen - mit solchen Hausdurchsuchungen hilft die Staatsanwaltschaft letztlich nur einer Seite der "PARTEI".

Denn die misst ihren Erfolg daran, wie gut es ihr gelingt, Menschen vor den Kopf zu stoßen. Wenn die Staatsanwalt dann Polizisten zur Hausdurchsuchung schickt, ist das ein innerer "PARTEI"-Tag für die Funktionäre, die Publicity wiegt die mögliche Strafe auf. Wer es nicht glauben will, muss sich nur ansehen, wie der Vorsitzende Martin Sonneborn die Aktion ausschlachtet. Auch wenn es schwer fällt: Es wäre besser solche "PARTEI"-Witze einfach nicht zu beachten. Man verpasst dabei nichts, im Grunde ist es seit 2004 ja der immergleiche Witz.

Amberg

 

 

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