Elke Reinhart ist überwältigt von so viel Zuspruch: Die mit Unterstützung der Serviceclubs im Landkreis Schwandorf organisierte Benefiz-Gala zugunsten von „Integration SAD“ dürfte einen „Betrag im oberen fünfstelligen Bereich“ erbracht haben. Bei der letzten Veranstaltung waren es 80 000 Euro.
„Integration SAD“ hat viele Unterstützer gefunden: Von den drei Schwandorfer Serviceclubs vor sechs Jahren gegründet, darf die Initiative auf breite Unterstützung bauen.
Beim dritten Benefizabend am Samstag im „FIT-Zentrum“ der Firma Horsch sicherten die Schwandorfer Rotarier, Lions und Round Table, die Vertreter des Lions Clubs Oberpfälzer Wald (Oberviechtach), des Rotary Clubs Oberpfälzer Wald sowie Clubs aus Nachbarlandkreisen ihre weitere Hilfe zu.
Was „Integration SAD“ leistet, verdeutlichte beim Gala-Abend ein Film: Es geht darum, Migranten zu begleiten und zu unterstützen. Elke Reinhart, bekannt für ihr Organisationstalent und ihr Netzwerk, muss ständig auf neue Herausforderungen reagieren – aktuell auf den Ukraine-Krieg und die Betreuung der Geflüchteten.
Im Filmbeitrag kam die vielfältige Arbeit zur Sprache: „Deutsch für Mütter“ wurde inzwischen auf alle Migranten, auf „Deutsch für alle“ ausgeweitet – von im Schnitt 90 auf derzeit 180 Teilnehmer.
Unterstützt werden lernschwache Kinder in Kitas, Horten und Schulen. Elke Reinhart kann dabei auf viele Ehrenamtliche bauen. Ohne sie wären hier Unterricht und Betreuung der Migrantenkinder überhaupt nicht zu stemmen. Zurzeit sind mehr als 120 Ehrenamtliche und Referentinnen mit im Boot. Ein Kooperationspartner sind die Volkshochschulen im Landkreis Schwandorf.
Außerdem gibt zwei „Emma“-Läden in Neunburg und Schwandorf, wo gebrauchte Kleidung für wenig Geld zu haben ist. Nicht nur von Migranten, auch von anderen Bedürftigen. Der Erlös der Spendengala, die von Michael und Cornelia Horsch moderiert wurde, wird zur Finanzierung der vielen Handlungsfelder beitragen.
Die große Resonanz auf die Einladung war wohl auch in zwei Vorträgen zwischen einem Drei-Gänge-Menü zu sehen. Armin Staigis, Brigadegeneral a.D. und früher im Bundesverteidigungsministerium an führender Stelle tätig, musste coronabedingt per Video zugeschaltet werden. Er beleuchtete den Russland-Ukraine-Krieg hinsichtlich der Folgen für die Nato, Europa und Deutschland. Fernando Enns, Professor für Theologie der Friedenskirchen, sprach über „Pazifismus zu Kriegszeiten“.
Ihre Standpunkte sorgten in Diskussionsrunden noch lange für Gesprächsstoff.



















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