06.02.2019 - 18:19 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Kanal: Gebühren fast konstant

Die Beiträge und Gebühren für die Abwasserkanäle werden alle vier Jahre neu kalkuliert. So aufwändig das Verfahren, so positiv das Ergebnis: Die Kanalgebühren bleiben beinahe unverändert.

Die Verbandskläranlage - hier die Faultürme - ist ab 2020 buchhalterisch komplett abgeschrieben. Das kommt den Gebührenzahlern zugute.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

"Wir haben nachgerechnet. Stimmt alles," sagte Franz Schindler (SPD) am Mittwoch im Hauptausschuss des Stadtrates und sorgte damit für Erheiterung. Denn vorher hatte Marina Maier vom Kommunalbüro Hurzlmeier die Globalberechnung für die Jahre 2019 bis 2022 vorgelegt. In diesem einigermaßen komplizierten Verfahren werden die Kanalherstellungsbeiträge und Abwassergebühren kalkuliert. Am Ende sollen die Einnahmen der Stadt möglichst über vier Jahre kostendeckend für die Entwässerungseinrichtungen sein.

Das hat im zurückliegenden Kalkulationszeitraum nicht ganz geklappt. Die jährliche Unterdeckung von etwa 62 000 Euro bei den Schmutzwassergebühren und knapp 116 000 Euro bei den Gebühren für das Niederschlagswasser fließen in die neue Berechnung mit ein. Positiv wirkt sich aus, dass ab 2020 die Kläranlage komplett abgeschrieben ist. Damit sinken die umzulegenden Jahreskosten für das Schmutzwasser ab 2020 von 4,2 auf etwa 3,3 Millionen Euro. Im Mittel bleibt die Abwassergebühr damit gleich: Sie liegt auch die kommenden vier Jahre bei 2,43 Euro pro Kubikmeter.

Die Gebühr für das Niederschlagswasser, das von versiegelten Flächen und Dächern in die Kanäle läuft, steigt geringfügig an. Pro Quadratmeter werden 0,26 Euro pro Quadratmeter fällig. Das ist ein Cent mehr als in den vergangenen vier Jahren. Herstellungsbeiträge werden in erster Linie für neu erschlossene Grundstücke fällig. Hier spielt die Geschossfläche der Gebäude die maßgebliche Rolle. Je Quadratmeter Geschossfläche werden nun 12,23 Euro berechnet, 2 Cent weniger als bisher. Für die Grundstücksfläche sind 1,56 Euro je Quadratmeter (bisher: 1,51 Euro) zu bezahlen.Der Hauptausschuss, den am Dienstag Bürgermeisterin Ulrike Roidl (SPD) für den erkrankten Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) leitete, empfahl die Beiträge und Gebühren dem Stadtrat einstimmig. Über die entsprechenden Satzungen beschließt ebenfalls das gesamte Gremium.

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