23.08.2019 - 15:08 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Kiloweise Ratten und Mäuse

Das ist eklig. Mitarbeiter des Kreisbauhofes finden auf einem Rastplatz bei der Grünwald-Kreuzung tiefgefrorene Tiere, hauptsächlich Ratten, aber auch Mäuse.

Etwa 50 Kilo vakuumverpackte Frosttiere finden Mitarbeiter des Kreisbauhofes.
von Irma Held Kontakt Profil

Das ist eine Zumutung. Die Mitarbeiter des Kreisbauhofes, die Rast- und Parkplätze sauber halten, sind zwar einiges gewohnt, aber dieser Fund ist außergewöhnlich. Auf einem Rastplatz bei der Grünwald-Kreuzung stoßen sie auf haufenweise tiefgefrorene, vakumierte Tiere, hauptsächlich Ratten, aber auch Mäuse.

Auf insgesamt etwa 50 Kilogramm hat der Leiter des Bauhofes nach den Worten von Landratsamtssprecher Hans Prechtl den Fund geschätzt. Die Frostratten und -mäuse wurden in Säcke verpackt als Müll abgelegt. "Im konkreten Fall wurden die Tiere im Müllkraftwerk verbrannt", sagt Prechtl. Es wäre den Bauhofmitarbeitern nicht zuzumuten gewesen, die gefrosteten Ratten und Mäuse auszupacken, um sie dann zur Tierkörperbeseitigung zu bringen. Nur größere Tiere, die tot am Straßenrand gefunden würden, würden zur Tierverwertung gefahren.

Wer die Ratten und Mäuse in großem Stil dort entsorgt habe, dafür gebe es keine Anhaltspunkte. Wenn man Indizien finde, werde dem nachgegangen und Anzeige erstattet. Wilde Müllablagerungen seien kein Kavaliersdelikt und würden zu beträchtlichen Geldbußen führen, betont Prechtl. Rückschlüsse auf den Verursacher seien kaum möglich. Selten passiere es, erzählt er, wie vor Jahren in Stulln geschehen, als ein Umweltverschmutzer aus dem östlichen Landkreis beim Müll "anliefern" in freier Natur das Kennzeichen seines Autoanhängers verloren habe.

Die bei Grünwald auf Kosten der Allgemeinheit entsorgten gefrorenen Ratten und Mäuse werden vor allem im Internet als Futter für Reptilien, besonders für Schlangen, statt lebender Kleintiere vertrieben.

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