30.06.2020 - 15:28 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Kinderporno-Verdacht: Ermittlungen dauern noch zwei Monate

"Kinderpornografie" ist ein schwerwiegender Vorwurf. Und so gehen die Ermittler massiv zur Sache, als der Verdacht nach Steinberg am See weist. Damals wird ein 19-Jähriger festgenommen. Er sitzt noch immer in Untersuchungshaft.

Einen 19-Jährigen wird vorgeworfen, Kinderpornografie verbreitet zu haben.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Genau vor fünf Monaten sind Spezialkräfte der Polizei bei einem Einsatz in Steinberg am See in ein Haus eingedrungen, um Beweismittel gegen einen 19-Jährigen zu sichern, dem die „Verbreitung kinderpornographischer Schriften in erheblichem Umfang“ zur Last gelegt wird. „Die Ermittlungen dauern an“, signalisierte zwischenzeitlich Oberstaatsanwalt Thomas Goger.

Der junge Verdächtige soll das Material über das sogenannte Darknet vertrieben haben. Nach den Ermittlungen des Landeskriminalamts und der Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) wurde Ende Januar dieses Jahres das Haus des Verdächtigen durchsucht. Ziel war es, den Tatverdächtigen am Computer zu überraschen. Damit wollten die Beamten verhindern, dass der mögliche Täter sensible Daten löschen kann. Das ist wohl gelungen.

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Steinberg am See

Laut der federführenden Generalstaatsanwaltschaft Bamberg wurde damals „umfangreiches Beweismaterial“ in der Wohnung sichergestellt - unter anderem technische Geräte, darunter Computer und Handy des Beschuldigten. Die Beweismittel werden seitdem ausgewertet. Zur Anzahl und der Herkunft der Videos wollte die Staatsanwaltschaft auch bei neuerlicher Nachfrage keine Angaben machen.

Ziel der Ermittler war bei dem Einsatz vor allem das Kinderzimmer des 19-Jährigen gewesen: Dort soll er ganze Nächte vor seinem PC verbracht haben. Aktuell sei er auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz gewesen, wie ein ehemaliger Klassenkamerad zu berichten weiß: „Computer und Internet waren seine große Leidenschaft.“ Ansonsten sei er eher „unauffällig“ gewesen. Ob der 19-Jährige selbst auch kinderpornografisches Material hergestellt oder nur verbreitet hat, wollte die ermittelnde Staatsanwaltschaft in Bamberg bislang nicht kommentieren.

„Die Ermittlungen in dem Fall dauern weiter an“, betonte der Goger. Der Beschuldigte befinde sich weiterhin in Untersuchungshaft. „Mit einem Abschluss der Ermittlungen ist nach derzeitigem Stand in etwa zwei Monaten zu rechnen.“

Oberstaatsanwalt Thomas Goger informierte auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien, dass die Ermittlungen im Steinberger Kinderpornografie-Fall noch andauern.
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