Schwandorf
21.08.2022 - 09:23 Uhr

Lärm und Drogen: Musik-Festival beschäftigt die Schwandorfer Polizei

Seit Donnerstag musste die Schwandorfer Polizei mehrfach zum Klausensee ausrücken. Bei einem Musik-Festival gab es immer wieder Zwischenfälle. Die Veranstalter zeigten sich nicht einsichtig.

Mahagoni Festival am Klausensee Schwandorf, 2022 Symbolbild: kec
Mahagoni Festival am Klausensee Schwandorf, 2022

Schon in der Nacht von Donnerstag auf Freitag war es zu einem Polizeieinsatz auf dem Mahagoni-Festival am Klausensee bei Schwandorf gekommen. Ein 30-Jähriger war nach ersten Feststellungen aufgrund von Konsum von mehreren berauschenden Mitteln aus großer Höhe gestürzt. Mit diesem Einsatz war es aber nicht getan. In der selben Nacht musste die Polizei die Veranstaltung nach eigenen Angaben mehrfach kontrollieren, weil die Auflagen der Stadt Schwandorf trotz entsprechender Belehrung nicht eingehalten wurden. "So wurden die Auflagen zum Einsatz von Ordner, dem Abspielen von Musik und das Führen eines Lärmmessprotokolls beharrlich nicht beachtet", steht dazu im Polizeibericht.

Die 27- und 28-jährigen Veranstalter aus Mittelfranken scherten sich darum wenig. Die Beiden zeigten sich nicht nur völlig uneinsichtig, sondern beschimpften sogar noch die Stadt als Ordnungsbehörde – sie als Veranstalter seien von ihr „betrogen“ worden. Gegen 3 Uhr kam es zu einem Einsatz mehrerer Polizeistreifen, weil die Besucher nach Einschätzung der Polizei zunehmend ihre Steuerungsfähigkeit verloren und Gefahr bestand, dass sie im See ertrinken. Tatsächlich geriet ein Gast unter Wasser, bevor er sich mit Glück noch selber retten konnte.

Von Freitag auf Samstag stellte die Polizei die selben Verstöße wieder fest. Auch mehrere Beschwerden aus der Bevölkerung gingen ein. Von Einsicht bei den Veranstaltern keine Spur. In der Nacht von Samstag auf Sonntag beschwerten sich abermals mehrere Bürger aus umliegenden Ortschaften über die laute Musik. Gegenüber der Polizei zeigten die Verantwortlichen erneut keine Einsicht. Sie wollten sich wieder damit herausreden, dass jeder Gast selbst für die Musik verantwortlich sei. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes rannte sogar vor der Polizei davon und verschwand im Wald.

In allen Fällen wurde von der Polizei wegen des Lärms und der Auflagenverstöße Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Am Samstag in den frühen Morgenstunden musste die Polizei im Übrigen nochmals mit dem Rettungsdienst anrücken, weil eine 29-Jährige mit einer Vergiftung durch die Droge LSD gemeldet worden war. Die Frau aus Mittelfranken war völlig orientierungslos und verwirrt. Sie wurde nach ärztlicher Versorgung in ein Regensburger Fachklinikum eingewiesen.

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Tobias Schmidt

https://www.fazemag.de/die-veranstalter-vom-mahagoni-festival-melden-sich-zu-wort/

25.08.2022
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