13.08.2019 - 17:30 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Mindestens sieben Neue

Bekannte Namen treten ab, bei einigen die Entscheidung noch offen: Nach den Kommunalwahlen 2020 wird es neue Persönlichkeiten auf den Bürgermeister-Sesseln geben.

Altendorfs Bürgermeister Georg Köppl hat sich entschieden: Er kandidiert im kommenden Jahr nicht mehr.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil
Nur ein Stadtrat wächst:

Fristen zur Kommunalwahl

Für die Kommunalwahlen am 15. März 2020 können schon seit 1. Dezember 2018 Kandidaten nominiert werden. Vor dem 23. Januar 2020 müssen die Kandidaten grundsätzlich aufgestellt sein, nur in Ausnahmefällen (wenn nur ein oder kein Kandidat nominiert ist) läuft die Frist bis zum 30. Januar 2020. Vor dem 17. Dezember 2019 sind die Gemeinde- und der Landkreiswahlleiter und ihre Stellvertreter zu bestimmen. Frühestens am 17. Dezember gibt der Wahlleiter bekannt, wie viele Kreis- und Gemeinderäte zu wählen sind. Im Landkreis ändert sich die Größe des Gremiums nur in Oberviechtach: Die Stadt hat laut der letzten amtlichen Einwohnerzahlen von Ende März 2019 die 5000er-Grenze um 50 übersprungen. Deshalb sind in der Eisenbarth-Stadt am 15. März 20 Stadträte zu wählen (bisher 16). (ch)

Bürgermeisterin Maria Steger (Teublitz) kandidiert 2020 nicht mehr.
In Dieterskirchen verzichtet Bürgermeister Hans Graßl auf eine weitere Kandidatur.

Ende März starteten die Oberpfalz-Medien eine erste Umfrage unter den Bürgermeistern im Landkreis zur Kommunalwahl 2020: Wer tritt nochmal an, wer hört auf? In 30 Städten, Märkten und Gemeinden wird gewählt, drei Kommunen laufen außer der Reihe: Wackersdorf, Bodenwöhr und Wernberg-Köblitz. Dort bleiben Thomas Falter, Georg Hoffmann und Konrad Kiener im Amt. Gemeinderäte werden überall gewählt. In Weiding wird es wohl wieder eine Urwahl geben, ein Bürgermeister-Kandidat wird nicht nominiert. Dort hat Manfred Dirscherl das Amt inne.

Vier Amtsinhaber(-innen) hatten schon im März erklärt, nicht mehr anzutreten: Susanne Plank (Maxhütte-Haidhof), Birgit Höcherl (Schönsee), Manfred Rodde (Schwarzenfeld) und Heinz Weigl (Oberviechtach). 15 Bürgermeister gaben sich noch unentschlossen.

Schärtl kandidiert

Armin Schärtl (SPD) etwa. Der Nabburger Bürgermeister ist momentan im Krankenstand, hat sich bei einem Unfall schwer am Bein verletzt. Er ist auf dem Wege der Besserung. "Ich überlege ernsthaft weiter zu machen, muss aber erst genesen", sagte uns Schärtl nun. Auch seine beiden Kollegen in der Verwaltungsgemeinschaft Nabburg hatten sich im März noch nicht geäußert. Gutenecks Bürgermeister Hans Wilhelm (CSU) gab zu seinem 70. Geburtstag zu erkennen, dass er sich nochmal in die Pflicht nehmen ließe. "Ich hab' schon mit ein paar potenziellen Kandidaten geredet", sagte er. Die fühlten sich zwar geehrt, ein Kandidat tut sich aber offenbar nicht auf. Wilhelm ist ebenso ehrenamtlicher Bürgermeister wie Georg Köppl (CSU) in Altendorf. Für ihn steht die Entscheidung fest: "Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschieden, nicht mehr zu kandidieren", legte sich Köppl fest. "Ich bin nächstes Jahr seit 14 Jahren im Amt und seit 1975 in verschiedensten Ämtern ehrenamtlich tätig," sagte Köppl. Irgendwann heiße es kürzer zu treten. "Es gibt Leute, die in meinem Sinne weitermachen", erklärte Köppl, der besonders die Gestaltung der Ortsmitte noch gern weiter vorangetrieben hätte. "Das hat aus den verschiedensten Gründen nicht so geklappt, wie wir es und gewünscht hätten." Schließlich, so Köppl, wolle er auch mehr Zeit für die Familie haben.

Zumindest einen Bürgermeister-Wechsel wird es auch in den Gemeinden der VG Neunburg geben. Hans Graßl (CSU, Dieterskirchen) hört nach 24 Jahren auf. Sein Kollege Walter Schauer (CSU, Thanstein), dürfte dem Vernehmen nach wieder antreten. Klar äußert sich Bürgermeister Markus Dauch (FWG,Neukirchen-Balbini): "Ja, ich werde nochmal antreten. Wir haben vieles angefangen, das will ich nun zu einem guten Ende bringen." Die Nominierung werde erst im Januar stattfinden, in Neukirchen-Balbini wird in der Regel nur eine Liste aufgestellt. Nach zwölf Jahren als Rathaus-Chefin tritt Maria Steger (CSU) nicht mehr für das Amt der Bürgermeisterin der Stadt Teublitz an. Das machte Steger in einem offenen Brief publik. Sie wolle sich mehr der Familie widmen. Ein klares Signal zum Weitermachen kam dagegen bereits Ende Juli von Hans Prechtl (CSU): "Ich stelle mich erneut der Verantwortung". Der Stullner Bürgermeister ist seit 2002 im Ehrenamt, im Hauptberuf Pressesprecher des Landratsamtes.

Weiter unentschieden

Bleibt noch immer eine Riege von "Unentschiedenen": Sonja Meier (Winklarn), Hubert Zwack (Gleiritsch) und Martin Schwandner (Trausnitz) warten noch Gespräche mit ihren Parteien und Gruppierungen ab. Ebenso Harald Bemmerl (SPD). Beim Steinberger Bürgermeister dürfte das Pendel eher Richtung "Kandidatur" ausschlagen: "Mir macht die Aufgabe Spaß.". Seine Entscheidung werde er in den nächsten Wochen bekanntgeben. Fraglich bleiben drei weitere Amtsinhaber: Hans Gradl (Schwarzach bei Nabburg) will sich offenbar jetzt im Urlaub drüber klar werden, ob er erneut antritt. Bürgermeister Karl Bley (SPD, Nittenau) war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen, ebenso wenig Hans Frankl (FW, Bruck).

Damit ist klar: In mindestens sieben Rathäusern wird es 2020 neue Bürgermeister geben. Aber auch in den anderen 23 Kommunen des Landkreises hat der Wähler das letzte Wort, wer sich ab Anfang Mai die Amtskette um den Hals legen darf.

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