01.10.2021 - 11:18 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Musikalische Zeitreise zum Auftakt des "Goldenen Oktober" im Künstlerhaus

Im Oberpfälzer Künstlerhaus in Schwandorf ist wieder "Goldener Oktober". Der Startschuss fällt mit zwei brillanten Konzerten.

Der Pianist Manuel Tévar gestaltete einen musikalischen Querschnitt durch die Jahrhunderte der Musik
von Reinhold TietzProfil

Der Pianist Manuel Tévar aus Madrid gestaltete zum Auftakt des "Goldenen Oktober" im Oberpfälzer Künstlerhaus einen grandiosen musikalischen Querschnitt durch die Jahrhunderte der Musik. Zwei Tage später widmeten sich „The Hamburg Chamber Players“ drei Violinsonaten von Ludwig van Beethoven. In beiden Veranstaltungen zeigten die Musiker dem Publikum überzeugend, wie tiefgründig die Musik aus verschiedenen Zeiten ihre Zuhörer begeistern kann.

Manuel Téver begann seinen musikalischen Vortrag mit der nachdenklichen „Sarabande“ aus der Partita b-Moll von Johann Sebastian Bach. Als Kontrast dazu ertönte „Cherubino for Piano“ von Hans Werner Henze bis an die Grenzen der Tonalität. Von Wolfgang Amadeus Mozart folgte die „Fantasia f-Moll“ in ihrer unterschiedlich dahinfließenden Melodienfolge. Es schlossen sich Werke von Frederic Chopin und Franz Schubert an. Und wieder folgte ein Komponist des 20. Jahrhunderts: Von Erich Wolfgang Korngold erklang „Das Mädchen spricht den Epilog“. Zum Schluss improvisierte der Pianist in rhythmisch wie klanglich mitreißender Manier über Flamenco–Themen.

Ebenso faszinierte die Sonntagsmatinee. Wieder waren alle Stühle besetzt, als „The Hamburg Chamber Players“, also Ian Mardon, Violine, und Andrea Merlo, Klavier, ihr Beethoven-Programm gestalteten. Jede der drei gespielten Sonaten hatte ihren eigenen Charakter, der von beiden Künstlern überzeugend nahegebracht wurde. So ist die „4.Sonate a-Moll op 23“ von charmanter Melodik erfüllt. Die „5.Sonate F-Dur op24“ mit dem Beinamen „Frühlingssonate“ überzeugt mit ihren unterschiedlichen Stimmungen rascher und getragener Art. Die „10. Sonate G-Dur op 96“, ein Spätwerk mit ungeheurer Aussagekraft, zeigte deutlich, wie verschieden die Klangwelten in der gleichen musikalischen Darstellung sein können.

Fahrradständer für das Künstlerhaus

Schwandorf

 

 

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