Schwandorf
01.11.2021 - 10:22 Uhr

Neue Auflage der „Oberpfälzer Schmankerln“

Die „Oberpfälzer Schmankerln“ erzählen skurrile Geschichten aus Schwandorf in den 1960er Jahren. Nachdem alle Exemplare ausverkauft waren, erscheint das Buch nun in einer vierten Auflage.

Oberbürgermeister Andreas Feller und die Mitarbeiterin im Stadtarchiv, Johanna Heppert, stellten den vierten Band der "Oberpfälzer Schmankerln" vor. Bild: Hirsch
Oberbürgermeister Andreas Feller und die Mitarbeiterin im Stadtarchiv, Johanna Heppert, stellten den vierten Band der "Oberpfälzer Schmankerln" vor.

Das Stadtarchiv führt die Serie der „Oberpfälzer Schmankerln“ fort und bringt in der vierten Auflage ein Buch heraus, das auf 127 Seiten humorvolle Geschichten und Episoden aus der Zeit zwischen 1962 bis 1965 erzählt. Geschrieben von unterschiedlichen Autoren und karikiert von Elisabeth Stich.

„Sei vorsichtig, sonst kommst du in die Schmankerln“, war einmal ein geflügeltes Wort an den Schwandorfer Stammtischen. In amüsanten Episoden berichtete die Tagespresse regelmäßig über mehr oder weniger wahre Begebenheiten. Auch wenn keine Namen fielen, konnte der Leser erahnen, wer gemeint war. Unbekannt geblieben sind bis heute aber die Autoren.

Umfang von 500 Stück

Die Fachangestellte für Medien und Informationsdienste im Stadtarchiv, Johanna Heppert, stellte die vierte Auflage gemeinsam mit Oberbürgermeister Andreas Feller vor. Sie ist in einem Umfang von 500 Stück erschienen und in der örtlichen Buchhandlung und im städtischen Tourismusbüro zum Preis von 13,90 Euro zu haben. „Von den ersten drei Auflagen sind alle Exemplare verkauft“, sagte Johanna Heppert. Sie wertet die große Nachfrage als Beweis für "das Vergnügen am Lesen dieser Lektüre".

Das Besondere an den Geschichten sind die dazu gehörigen Karikaturen von Elisabeth Stich, die nach dem Krieg an der Oberrealschule Kunstunterricht erteilte, später ein Maleratelier führte und Bücher illustrierte. Sie entwarf zu den Texten passende Karikaturen zur Veranschaulichung.

Im Jahr 2000 verstorben

Die Künstlerin starb am 1. Januar 2000 im Alter von 85 Jahren in einem Pflegeheim in Neustadt an der Aisch. Ihre Ehe mit Walter Nitsch war kinderlos geblieben. Das Erbe traten die beiden Neffen August und Klaus Stich an. Sie erteilten die Freigabe zur Veröffentlichung der Karikaturen in Buchform.

Auch die Anekdote von der „Kennkarte in Natura“ veranschaulichte Elisabeth Stich mit einer Karikatur. Zum Einwohnermeldeamt eines Städtchens im Naabtal kam ein Mann mittleren Alters mit dem Wunsche, man möchte ihm eine neue Kennkarte ausstellen. Der Beamte erklärte daraufhin, dass eine neue Karte nur ausgestellt werden könne, „wenn er die alte mitbringt“. Treuherzig meinte der Gesuchsteller: „Na ja, nacha hol ich`s halt“. Eine Stunde später kam er wieder. Fragte der Beamte: „Ham's jetzt die alte dabei? Zufrieden deutete der gute Mann auf seine Frau, die er mitgebracht hatte. Womit sich das Missverständnis in ein allseits schallendes Gelächter aufklärte.

OnetzPlus
Steinberg am See10.01.2021
 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.