Dies ist nach den verlängerten Osterferien kein Schulbeginn wie sonst. Er erfordert im Vorfeld eine gehörige Portion Organisationsaufwand. Den Takt gibt das Kultusministerium vor. Abstand, Mundschutz, Unterrichtsverteilung, der Gang zur Toilette sind Themen, die das Schulpersonal abarbeiten und umsetzen muss. Dabei kommen am Montag nur die Abschlussklassen zurück.
Das sind aber an der FOS/BOS in Schwandorf 270 Schüler in den Jahrgängen 12 und 13. "Jede Klasse wird geteilt." Leiter Michael Völkl sieht kein Problem - noch. Dieses komme erst auf, wenn vielleicht Mitte Mai die anderen Jahrgänge zurückkehren. Der neue Stundenplan verteilt etwa 22 Unterrichtsstunden auf vier Tage, damit am fünften Zeit zum Üben bleibe. Völkl spürt, dass Schüler wieder in die Schule wollen "und auch die Lehrer wollen ihre Schüler wieder sehen." Außerhalb der Klassenzimmer gilt Maskenpflicht. "Ich habe keinen Zweifel, dass unsere Schüler sich der Verantwortung bewusst sind."
Am Nabburger Gymnasium werden Lehrer die Abiturienten empfangen, damit sie sich beim Betreten des Schulhauses nicht zu nahe kommen oder gar um den Hals fallen. "Für 71 brauchen wir den kompletten Neubau" sagt Schulleiter Christian Schwab. Desinfektionsspender sind montiert. Die Bänke stehen weit auseinander. Kurse in Deutsch, Englisch und Mathematik werden geteilt. Trotz des vom Kultusministerium versprochenen Hygiene-Starterpaketes verfügt das Gymnasium über einen Vorrat an Masken und Desinfektionsmitteln.
Das Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach geht bei Mund-Nasen-Masken ebenfalls auf Nummer sicher und hat diese schon am Freitagnachmittag in Oberviechtach und Neunburg an die Schüler verteilt. Die relativ kleine Zahl von 30 Schülern in der Q12 erweist sich jetzt als klarer Vorteil: "Unser größter Kurs hat genau 15." Deshalb gibt es Christine Paschen, Mitarbeiterin im Direktorat, zufolge keine Teilungen. Der Unterricht findet unter Einhaltung des Abstandsgebotes auf einem Stockwerk statt. Am Montagmorgen werden die 30 Schüler auf einer Infoveranstaltung in der Sporthalle in die neuen Regeln eingewiesen.
Kreativität ist gefragt. Die Gregor-von-Scherr-Realschule in Neunburg führt deshalb Einbahnregelungen ein. Die Schule wird über ein Treppenhaus betreten und über ein anderes verlassen. "Jede Klasse hat ein eigenes Stockwerk, ein eigens Klo und einen eigenen Hof." Diana Schmidberger hält nichts von Pausen im Klassenzimmer für die 81 Schüler. In Neunburg gibt es regulären Unterricht von Montag bis Freitag. Die Schulleiterin möchte, "so nahe wie möglich an das herankommen, was die Schüler von Schule und Unterricht kennen." "Von hinten bis vorne" sei alles durchorganisiert, samt einer Elterninfo. Das habe die Realschule auch vor der Schließung rechtzeitig so für Eltern und Schüler vorbereitet.
578 Schüler der neunten und zehnten Jahrgangsstufe beginnen an den Mittelschulen im Landkreis nach den Worten von Schulrat Jürgen Bomertl mit den Prüfungsvorbereitungen. Bisher waren sie auf 31 Klassen aufgeteilt. Diese werden nach den Vorgaben des Kultusminiteriums ebenfalls auf Gruppen bis maximal 15 verkleinert. Pausen würden in Klassenzimmern verbracht oder zeitlich versetzt im Freien. 20 Stunden Unterricht seien pro Woche angesetzt. Alle Schüler würden über die neuen Regeln belehrt. Der Busvekrehr, so Bomertl, werde von den einzelnen Schulen zusammen mit den Kommunen organisiert. Dazu habe es eine zentrale Erhebung für Bayern gegeben.
Einen Jahrgang können wir unter den Vorgaben des Infektionsschutzes organisieren.
Alle Schüler werden belehrt.
Wir merken, die Schüler wollen wieder in die Schule und die Lehrer wollen endlich ihre Schüler wieder sehen.

















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