30.05.2018 - 14:33 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Neuer Chef auf der Autobahn

Führungswechsel in der Autobahn-Polizeistation Schwandorf: An seinem 60. Geburtstag geht der bisherige Leiter Johann Beer in den Ruhestand. Sein Nachfolger kommt aus Amberg.

Ingo Witte (Zweiter von links) ist der neue Leiter der Autobahnpolizei-Station Schwandorf. Sein Vorgänger Johann Beer (Mitte) tritt in den Ruhestand. Mit im Bild (von links): Thomas Schöniger, Kurt Kopf und Friedrich Böhm.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Johann Beer begann seine Laufbahn im März 1975 an der Landespolizeistation Nabburg. Es folgten Einsätze in Eichstätt, Nürnberg und München. Im Februar 1984 wechselte der Beamte zum Einsatzzug in Amberg. Über die Inspektion Neunburg vorm Wald kehrte Johann Beer schließlich an die Dienststelle in Nabburg zurück. Er erhielt die Zulassung für den Aufstieg in den gehobenen Polizeivollzugsdienst und erlangte 1999 den Dienstgrad „Kommissar“. Ein Jahr später erfolgte die Ernennung zum Dienstgruppenleiter. Im April 2016 übernahm Johann Beer die Leitung der Autobahnstation Schwandorf mit 19 Mitarbeitern.

Die Nachfolge tritt Polizeihauptkommissar Ingo Witte an, der sich zunächst zum Elektromechaniker ausbilden ließ und 1987 zum damaligen Bundesgrenzschutz kam. 1992 erfolgte der Wechsel zur bayerischen Landespolizei. Nach dem Studium an der Beamtenfachhochschule in Sulzbach-Rosenberg schloss sich der Polizeikommissar dem Einsatzzug Amberg an. Es folgten Einsätze an der Inspektion Sulzbach-Rosenberg und Amberg sowie am Präsidialbüro des damaligen Polizeipräsidiums Niederbayern/Oberpfalz. Im Oktober 2009 übernahm Ingo Witte die Aufgabe des Dienstgruppenleiters bei der Polizeiinspektion Amberg. Ab 1. Juni übernimmt er die Autobahn-Polizeistation Schwandorf.

Vizepräsident Thomas Schöniger erinnerte an die vielfältigen Aufgaben der rund um die Uhr besetzten Dienststelle, die für 45,5 Kilometer Autobahn auf der A93 von Ponholz bis Wernberg-Köblitz zuständig sei, sich an der Verbrechensbekämpfung beteilige, Spezialfahrzeuge begleite und nach Unfällen den Verkehr regle. Und das bei ständig steigendem Verkehrsaufkommen, so der Vizepräsident. Im vergangenen Jahr passierten diesen Streckenabschnitt täglich 44000 Fahrzeuge, darunter 7600 Lkw. Es ereigneten sich 401 Unfälle mit einem Toten und 109 Verletzten. Der Sachschaden betrug insgesamt 1,1 Millionen Euro.

Johann Beer blickte auf 43 Jahre Polizeidienst „mit schönen Erlebnissen, aber auch schrecklichen Ereignissen“ zurück. Sein Dank galt dem Team und den Rettungsorganisationen für die gute Zusammenarbeit. „Es war mir eine Freude und eine Ehre, euer Chef sein zu dürfen“, versicherte Johann Beer seinen Kollegen. Kritik übte der scheidende Stationsleiter am aktuellen Beurteilungssystem und am neuen Schichtmodell, das sich wegen der dünnen Personaldecke nur schwer umsetzen lasse.

Der neue Stationsleiter Ingo Witte hat „höchsten Respekt“ vor der beruflichen Herausforderung und bat die Kollegen der Autobahnstation und der benachbarten Inspektion um eine gute Zusammenarbeit. Personalratsvorsitzender Kurt Kopf (Amberg) kann sich an keine Beschwerde aus Schwandorf erinnern und wertet dies als Beweis für die reibungslose Arbeit an der Station. Der Leiter der übergeordneten Dienststelle in Amberg, Erster Polizeihauptkommissar Friedrich Böhm, wünschte Ingo Witte Geschick bei der Motivation der Kollegen, die hohe Einsatzbereitschaft an der Station Schwandorf aufrecht zu erhalten.



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