Die besseren Chancen hat zweifelsohne Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU). Mit 5535 Stimmen holte er am Sonntag 43,6 Prozent der Stimmen. "Mit einer Stichwahl war zu rechnen", sagte er angesichts von fünf Gegenkandidaten. Zur absoluten Mehrheit, die einen Sieg auf Anhieb bedeutet hätte, fehlten ihm 814 Stimmen. Gegenüber der Wahl vor sechs Jahren legte Feller 14,4 Prozentpunkte zu (1850 Stimmen).
Kurt Mieschala (UW) musste am Sonntag lange zittern bis klar war, dass er die Stichwahl erreicht. Nach der Urnenwahl lag er noch vier Prozentpunkte hinter Karin Frankerl (SPD), holte in der Briefwahl deutlich auf. Am Ende lag er mit 21,7 Prozent 129 Stimmen vor Frankerl (20,6 Prozent). Schon vor sechs Jahren hatte Mieschala mit 16,9 Prozent (2121 Stimmen) einen Achtungserfolg erzielt. Diesmal erreichte Mieschala 2751 Stimmen, ein Plus von 4,8 Prozentpunkten.
Beide Kandidaten werden sich auf das Novum einstellen müssen, ihre Unterstützer in Zeiten von Corona zu mobilisieren. "Veranstaltungen wird es nicht geben", sagten Feller und Mieschala unisono. Printmedien und Online-Werbung werden das Mittel der Wahl sein. Unterstützung von ausgeschiedenen Kandidaten dürfen die Kontrahenten nicht erwarten. Wahlempfehlungen wollte am Sonntag niemand abgeben. Das dürfte wohl auch so bleiben.
Egal, wer die Wahl gewinnt: Der jeweilige Nachrücker in den Stadtrat wird ein neues Gesicht sein. Wenn Oberbürgermeister Andreas Feller als Sieger hervorgeht, wird Alexandra Graf Stadträtin. Und falle Kurt Mieschala siegt, gibt#S ein besonderes Bonmot: Dann rückt sein Bruder Michael Mieschala in den Stadtrat nach. Auch wer ist schon lange politisch aktiv und saß von 2002 bis 2014 im Kreistag. Damals noch Für die CSU.
















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