Schwandorf
28.01.2021 - 18:08 Uhr

Protest der Friseure geht weiter

Der Friseur-Protest ist keine Einmalaktion: “Lasst euer Licht an” geht am Freitag in die nächste Runde.

Nicht aufgeben lautet die Devise: Am Freitag und Samstag machen die Friseure im Landkreis das Licht in ihren Salons an, um auf ihre existenzbedrohende Situation aufmerksam zu machen. Bild: Astrid Metz-Steinhauer/exb
Nicht aufgeben lautet die Devise: Am Freitag und Samstag machen die Friseure im Landkreis das Licht in ihren Salons an, um auf ihre existenzbedrohende Situation aufmerksam zu machen.

"Der Protest der bayerischen Friseure geht diesen Freitag weiter", teilt die Friseurinnung Schwandorf mit. Nach dem großen Erfolg und der enormen Resonanz bleiben die Lichter auch diesen Freitag ab 8 Uhr bis Samstag 8 Uhr in den Friseursalons an. Mit der symbolträchtigen Aktion “Lasst euer Licht an” wiesen Bayerns Friseure vergangene Woche auf ihre prekäre Situation hin.

Solidarische Kunden

“Wir brennen für unsere Kunden”, so bringt die Lindauer Friseurmeisterin Petra Zander, Vorstandsmitglied im Landesinnungsverband und Initiatorin der Aktion, das Anliegen in dieser Woche auf den Punkt. “Vielen Dank für das solidarische Verhalten innerhalb der Branche und ein besonders großes Dankeschön für die Unterstützung unserer Kunden.” Zahlreiche Hilfsangebote trafen bei den Betrieben, Innungen und dem Landesinnungsverband als Vertreter der selbstständigen Friseure ein. Zander zitiert eine Aussage einer Kundin: "Bei mir wachsen nur die Haare, bei euch wachsen die Sorgen.”

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Nabburg19.01.2021

Man stoße auf große Solidarität: "Wir bayerischen Friseure brennen darauf, unser Kunden wieder verwöhnen zu dürfen, " betont Petra Zander. Den bayerischen Friseuren sei klar: Was wären Friseure ohne ihre Kunden. Sie zahlen den Lohn. In Bayern haben Friseure rund 125 000 Kundenkontakte pro Tag. “Seit 29 Arbeitstagen im Lockdown fehlen Sie uns 3 625 000 mal. Daher brauchen wir eine Perspektive für unsere Salons und ihre Kunden”, fasst es Friseurmeisterin Petra Zander zusammen.

Ausgeklügelter Standard

Von Freitag, 29. Januar, 8 Uhr, bis Samstag, 30. Januar, 8 Uhr, wird daher die symbolische Protestaktion “Lasst euer Licht an” fortgesetzt. Die Friseurinnung ruft jeden Salon in Bayern auf, sich an dieser stillen Demonstration zu beteiligen und zu zeigen: "Wir brennen für unsere Kunden!" Im Moment arbeiten die Friseure in Bayern auf eine Öffnung ihrer Salons am 15. Februar hin.

Das Friseurhandwerk war die erste Branche innerhalb der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, die einen ausgeklügelten Arbeitsschutzstandard für Pandemie-Bedingungen vorweisen konnte, erläutert Petra Zander. Dass mit diesem Konzept sicher gearbeitet werden könne, würden unter anderem die Zahlen der Berufsgenossenschaft zeigen. Dort waren bis Ende Dezember im Friseurhandwerk sechs Covid-19-Fälle für das Jahr 2020 bei 80.000 Friseurbetrieben in ganz Deutschland gemeldet, von denen keiner anerkannt sei. Daher stehe fest: "Die Friseursalons spielen im Infektionsgeschehen keine Rolle, Kunden können sich im Salon sicher fühlen".

 
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