Landrat Thomas Ebeling hieß zum 24. Neujahrsempfang für Senioren des Landkreises Schwandorf am Montag in der Kantine des Landratsamtes Vertreter der Altenclubs, Wohlfahrtsverbände und Nachbarschaftshilfen sowie aus der Politik und der Wirtschaft willkommen. Er erwartete von den rüstigen Senioren ehrenamtliches Engagement und ermunterte sie, sich von der Freiwilligen-Agentur der Lernende Region in ein Ehrenamt vermitteln zu lassen.
Die Lernende Region informiere ferner über den Erwerb der bayerischen Ehrenamtskarte. Wer sich pro Woche durchschnittlich fünf Stunden ehrenamtlich engagiere, könne den Ausweis beantragen und Vergünstigungen beim Kauf von Eintrittskarten sowie Rabatte in Geschäften beanspruchen. Vor 25 Jahren gründete der Landkreis die Seniorenfachstelle, die den Seniorenwegweiser herausgibt, zusammen mit der Stadt Maxhütte-Haidhof den Rosenball veranstaltet und jährlich drei Seniorennachmittage organisiert. Die 100. Auflage findet am 5. Oktober in der Nordgauhalle in Nabburg statt.
„Senioren brauchen Teilhabe“, betonte Regierungspräsident Walter Jonas. Mit einem breiten Netzwerk habe der Landkreis frühzeitig die Weichen gestellt und in der Seniorenarbeit eine Qualität erreicht, "die vorbildlich ist in ganz Bayern". Mit dem Empfang im Landratsamt bekomme diese Arbeit eine öffentliche Bühne, so der Regierungspräsident.
An der Veranstaltung nahmen auch die beiden Altlandräte Hans Schuierer und Volker Liedtkte teil, in deren Amtszeit die Gründung des Seniorenbeirats, des Demenz-Netzwerkes „DeNiS“ und des Palliativ-Hospiz-Netzwerkes fiel. Jüngstes Glied der Versorgungskette ist das neue Bruder-Gerhard-Hospiz der Johanniter, das vor wenigen Tagen eröffnet wurde.
Der Seniorenbeirat gilt als Bindeglied zwischen Politik und Verwaltung und setzt eigene Impulse. Er entwickelte eine Notfallmappe, eine Notfalldose und generationsübergreifende Sportstätten. Es entstanden Helferkreise, Nachbarschaftshilfen, das „Donnerstagsstüberl“ und Gesprächsgruppen mit dem Ziel, den Menschen das Leben in den eigenen vier Wänden lange zu ermöglichen und ihnen „Hilfen unterhalb der Pflegeschwelle“ anzubieten.
Den Dialog der Generationen begleiten von Beginn an die Schülerinnen der Mädchenrealschule Schwandorf. Auch beim Empfang am Montag gestalteten sie die Feierstunde wieder mit Liedern, Szenenspiel und einer Fotoausstellung. Die Senioren nutzen den Empfang gerne, um bei Sekt und Häppchen mit den Vertretern aus Politik und Wirtschaft ins Gespräch zu kommen und sich auch mit den Leitern anderer Gruppen auszutauschen.
Seniorenarbeit im Landkreis
- Angebot: 100 Seniorenvereine und 20 Altenpflegeeinrichtungen mit 1600 Plätzen.
- Auszeichnung: Der Landkreis erhielt 2008 den ersten Preis in der Kategorie „Kommunale Seniorenpolitik“ des Bayerischen Sozialministeriums für das seniorenpolitische Gesamtkonzept.
- Netzwerk: Die Seniorenfachstelle arbeitet mit dem Oberpfälzer Freilandmuseum und der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg in einem Zeitzeugenprojekt zusammen.
- Handlungsfelder:„Unterstützung pflegender Angehöriger“, die Hospiz- und Palliativversorgung und das Demenznetzwerk „DeNiS“.









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