Auch aus dem Bistum Regensburg sind zur Zeit rund 5500 Kinder und Jugendliche mit bei der "Miniwallfahrt" in der Ewigen Stadt. Die Woche in Rom ist nicht nur wegen der lebendigen Weltstadt ein Erlebnis, sondern ebenso wegen der Gottesdienste in den größten Basiliken der Stadt. Die gute Stimmung ist zum großen Teil der ganz besonderen Kirchenmusik zu verdanken, die schon seit 2001 von der selben Band gestaltet wird. In der Diözese hat die moderne Kirchenmusik mit neuen geistlichen Liedern schon seit über 20 Jahren eine ganz besondere Heimat. Hat damals doch Jürgen Zach mit einigen gleichgesinnten Musikern den Verein "Musica e vita" aus der Taufe gehoben. Er wollte sich der Kirchenmusik annehmen, die damals noch unter dem gebräuchlichen Begriff "Rhythmische Messen" lief. Viele Chöre, Bands, Musikgruppen quer durch alle Generationen und weit über Bayern hinaus haben seitdem vom Fortbildungsangebot der im Kloster Ensdorf/Landkreis Amberg-Sulzbach beheimateten Hauptstelle des Vereins Gebrauch gemacht.
Den Organisatoren für die Miniwallfahrt, allen voran der damalige Diözesan-Jugendpfarrer Thomas Pinzer, war klar, dass viele Jugendliche auch eine passende Musik brauchten. Der Weg zu "Musica e vita" und damit zur künftigen "Rom-Band" war vorgezeichnet. Nahezu von Anfang an spielen und singen Profi-Musiker mit: Monika Anglhuber (Gesang) aus der Holledau, Manuel Dams (Gitarre) aus Maxhütte-Haidhof, Stefan Huber (Percussion und Gesang) aus Hemau, Ingrid (Schlagzeug) und Franz Prechtl (Keyboards) aus Regensburg, Cyrus Saleki (Gitarre) aus Treffelstein sowie Magdalena (Gesang) und Jürgen Zach (Bass, Gesang) aus Neunburg vorm Wald. Heuer war an der Oboe Bernhard Müllers, Kirchenmusiker aus Amberg, als Gast dabei.
Beim ersten Mal musste die Band noch mit einer eigenen Beschallungsanlage im Anhänger 14 Stunden lang durchs heiße Italien nach Rom fahren. Mittlerweile hat jede wichtige römische Kirche eine eigene Anlage eingebaut. Die Musiker können also ihre Instrumente mit in das Flugzeug packen und in gut einer Stunde von München aus nach Rom fliegen. Die Gottesdienste - jede Diözese feiert für sich einen Anfangs- und einen Abschlussgottesdienst - gleichen eher Festivals - finden sie doch auch immer in den größten Kirchen der Ewigen Stadt statt. Für jeden Musiker ist es ein besonderes Erlebnis, in solch prächtigen Kathedralen aufzutreten. Damit das "Publikum" - die mehreren tausend Ministranten - die Lieder mitsingen können, wird schon vorab eine CD produziert, die dann in den Bussen der Diözese auf dem Weg nach Rom zum Üben mitläuft.
Neben den Gottesdiensten bleibt aber auch immer noch Zeit für Besichtigungstouren. Was immer wieder eine Herausforderung ist: Gerade Anfang August ist es in Rom so heiß, dass die hitzegewöhnten Römer selbst nur noch wegen der Internationalen Ministrantenwallfahrt eine Woche länger ausharren. Ansonsten flüchtet alles hinaus aufs kühlere Land. Die Kinder und Jugendlichen, ihre Begleiter und die Musiker dagegen "braten" immer wieder freiwillig bei rund 40 Grad in der Ewigen Stadt.













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