17.01.2020 - 11:53 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Mit sehnsüchtig erwarteten Paketen

Fünf bewegte Tage und 17 000 Kilometer liegen hinter den über 150 Helfern, die sich mit dem Johanniter-Weihnachtstrucker auf den Weg gemacht hatten. Mit bewegenden Eindrücken kehren sie aus Bosnien, Rumänien und der Ukraine zurück.

In Albanien überreichten die Johanniter mitgebrachte Pakete.
von Externer BeitragProfil

Bereits am ersten Weihnachtsfeiertag war der Konvoi nach Albanien gestartet. Jetzt sind sämtliche Sattelschlepper wieder wohl behalten zurück in der Heimat angekommen. Die Ladeflächen sind leer. Doch die Teilnehmer haben besondere Momente und Erlebnisse mitgebracht. 49 Lkws mit 98 ehrenamtlichen Fahrern waren in sechs Konvois gemeinsam mit je zwei Konvoi-Leitern sowie zahlreichen Helfern und Fotografen am zweiten Weihnachtsfeiertag

In diesem Jahr hatten die Teilnehmer des Konvois nach Zentralrumänien einen reibungslosen Ablauf erlebt, so Ulrich Bauriedl, der im Vorfeld, wie auch bei der Verteilung vor Ort die Logistik unterstützte. In den Zielregionen wurden die mit 62 390 gespendeten Hilfspaketen voll beladenen Lastwagen voller Vorfreude erwartet. "Teilweise hatten die Kinder schon seit Tagen unserer Ankunft entgegen gefiebert", sagt Bauriedl, der den Konvoi nach Zentral-Rumänien begleitete. Auch ganze Familien und alte Menschen waren, zum Teil sogar mit Pferdefuhrwerken, aus entlegenen Bergdörfern zu den Verteilstellen gekommen. Diese befinden sich, je nach Region, in Schulen, Kirchengemeinden, Klöstern, bei privaten

Initiativen oder anderen Hilfsorganisationen in Kleinstädten und Dörfern. "Wir haben wie jedes Jahr versucht, alle Pakete persönlich an die vorab sorgfältig ausgewählten Empfänger zu übergeben", ergänzt Bauriedl: "Uns ist wichtig, dass tatsächlich die Personen ein Paket bekommen, die dies auch wirklich brauchen. Wir sind sehr froh, dass wir vor Ort wieder tatkräftige Unterstützung von unseren Partnern erhalten." Die Pakete werden gerade in der kalten Jahreszeit sehnsüchtig von der Bevölkerung erwartet. "Es ist nicht meine erste Tour. Doch auch dieses Jahr bin ich wieder sehr bewegt unter welchen Bedingungen zum Teil die Menschen hier leben müssen," sagt Bauriedl. "Und trotz ihrer eigenen schwierigen Situation, werden wir so herzlich empfangen und man möchte das wenige mit uns noch teilen." Auch die Anteilnahme der daheim gebliebenen Familien, Freunde, Kollegen und Unterstützer ist ganz besonders. Die Fahrer freuen sich, wenn sie die herzlichen Nachrichten auf der Facebook-Seite des Johanniter-Weihnachtstruckers lesen: "Es rührt mich einfach, dass so viele Menschen unsere Fahrt begleiten", sagt ein Fahrer. Hört man sich in ihren Reihen um, wird schnell klar: Viele sind nächstes Mal wieder dabei.

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