Schwandorf
02.03.2020 - 15:25 Uhr

Sicherheit als oberstes Gebot

Reinhard Mixl rechnet bei den Kommunalwahlen mit einem Stimmenanteil der AfD von "zehn bis 15 Prozent". Der Oberbürgermeisterkandidat der "Alternative für Deutschland" möchte mit drei Mandaten in den neuen Schwandorfer Stadtrat einziehen.

Die OB- und Landratskandidaten Reinhard Mixl (links) und Klaus Schuhmacher (rechts) eröffneten den AfD-Wahlkampf für Stadt und Landkreis. Bild: Hirsch
Die OB- und Landratskandidaten Reinhard Mixl (links) und Klaus Schuhmacher (rechts) eröffneten den AfD-Wahlkampf für Stadt und Landkreis.

Beim Wahlkampfauftakt der AfD im Gasthaus Baier trat Reinhard Mixl für eine "solide Haushaltspolitik" ein. Der Wirtschaftsberater will die Stadt vorbereiten auf Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs und die Bürger und Betriebe vor einem Ansteigen der Hebesätze und Gewerbesteuer bewahren. Der 58-jährige Diplom-Betriebswirt lehnt eine Fußgängerzone in der Friedrich-Ebert-Straße ab, "weil sie den Innenstadthandel schwächen würde". Die Sicherheit ist für die AfD oberstes Gebot. Mixl tritt für personelle Verstärkung ein, "damit sich die Bürger in der Stadt sicher fühlen können". Der AfD-Politiker will all jenen Menschen eine Stimme geben, "die sich um die Entwicklung der Stadt Sorgen machen".

Beim Klimaschutz fordert Reinhard Mixl "kühlen Kopf statt Hysterie". "Grünideologischen Schnellschüssen" erteilt er eine Absage. Die CO2-Steuer hält er für einen "Betrug am Bürger". Überbordende Energieeinsparverordnungen und hohe Steuern machen in seinen Augen den Wohnungsbau unattraktiv. "Wir wollen die Kosten und Hürden senken, damit man leichter bauen kann", gibt der OB-Kandidat zu verstehen. "Die deutsche Familie mit Vater, Mutter und Kindern" ist für ihn "die Keimzelle unserer Gesellschaft". Genderismus und Frühsexualisierung in den Kindertagesstätten lehne die AfD ab. Der Unterricht an den Schulen soll "entpolitisiert" werden. Die Alternative für Deutschland bekämpft "religiösen Extremismus" und fordert die Schließung "radikaler Moscheen".

Reinhard Mixl hat die Kosten für die 644 im Landkreis Schwandorf lebenden Migranten und 98 unbegleiteten Jugendlichen auf jährlich 5,6 Millionen Euro hochgerechnet. "Geld, das für andere Projekte fehlt". Er fordert deshalb für die Asylbewerber Sach- statt Geldleistungen, eine Auflösung des Schwandorfer "Anker-Zentrums" und "ein Ende des Asylmissbrauchs durch Errichtung von Auffangzentren in den Herkunftsländen". Klaus Schuhmacher bewirbt sich für die AfD um das Amt des Landrats. Der 59-jährige Unternehmer aus Bruck kandidiert zum ersten Mal bei einer Kommunalwahl. Er will sich für mehr Kostentransparenz einsetzen, den "Öffentlichen Personennahverkehr" verbessern, Bürokratie abbauen und im Dialog den Bürgern klar machen, "dass die Zeiten härter werden". Denn der Staat werde die Alimentierung der Sozialsysteme auf Dauer nicht leisten können.

 
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