Die Lehrerkollegen Katharina Lautenschlager und Helgo Boelkau moderierten am Mittwoch in der Turnhalle der Kreuzbergschule eine „Zeugniskonferenz“, die über den Leistungsnachweis zur Versetzung der Schulleiterin in den Ruhestand zu befinden hatte. Schulamtsdirektorin Renate Vettori bescheinigte ihrer Kollegin Maria Karg-Pirzer alle Eigenschaften, die eine gute Lehrerin benötigt: Leidenschaft für den Unterricht und ein Herz für Kinder. Gerade an der Kreuzbergschule mit 430 Schülern aus 35 verschiedenen Nationen sei es eine Herausforderung, Lern- und Lebensräume zu entwickeln.
Die Schulamtsdirektorin erinnerte an den beruflichen Werdegang von Maria Karg-Pirzer, die über Stationen in Oberbayern und im Landkreis Cham 1991 nach Bruck und drei Jahre später an die Kreuzbergschule in Schwandorf kam. Von dort nahm sie Anlauf für ihre Karrieresprünge und wurde Konrektorin in Neunburg vorm Wald und Wackersdorf. 2011 wechselte sie als Rektorin an den Grund- und Mittelschule Teublitz, um 2018 als Chefin zurückzukehren an die Kreuzbergschule Schwandorf.
Oberbürgermeister Andreas Feller betonte seine enge Verbundenheit mit der scheidenden Rektorin, die mit den beengten Verhältnissen an der Kreuzbergschule gut zurecht gekommen sei. Die anstehende Entscheidung für einen Neubau deutete der Oberbürgermeister nur an. Konkreter wurde Kämmerer Michael Neidl, der sich am Rande der Veranstaltung für einen zentralen Mittelschulbau am Sepp-Simon-Stadion stark machte. Die langfristigen Prognosen ließen stark rückläufige Schülerzahlen im Bereich der Mittelschule erwarten, so dass sich die Befürchtung, bei einer Zentralisierung könnte ein sozialer Brennpunkt entstehen, relativiere, so der Kämmerer.
Die langjährige Leiterin der Kreuzbergschule, Maria Grundler, erinnert sich, „dass zwischen der Mittelschule Dachelhofen und der Kreuzbergschule Schwandorf immer eine Rivalität bestand“, die offensichtlich bis heute andauere. Ein Jahr nach der Vorstellung der Pläne steht die Entscheidung des Stadtrates immer noch aus. Zum Bedauern der scheidenden Schulleiterin Maria Karg-Pirzer, die sich für eine Zusammenführung der Mittelschulen Kreuzberg und Dachelhofen ausspricht und einen zentralen Neubau fordert.
Bezirkspersonalratsvorsitzende Astrid Schels stellte die Verdienste von Maria Karg-Pirzer als Schulleiterin, Personalratsvorsitzende und Kreisvorsitzende des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) heraus. Der Elternbeirat bedankte sich mit einem „Flachgeschenk“. Die Lehrerkollegen ließen ein Schlagermedley auf die „Powerfrau Maria“ erklingen und verabschiedeten sich in einem Szenenbild unter dem Motto: „You say goodbye, and I say hello“.
Die Kinder sagten im Schulhof "goodbye" mit Sonnenblumen und ließen bunte Luftballone steigen. Maria Karg-Pirzer zeigte sich „überwältigt“ von der Vielfalt der Ideen, die sich Lehrer und Schüler zur Abschiedsfeier hatten einfallen lassen. Vor allem freute sie sich über die Anwesenheit vieler Weggefährten. Viele der beruflichen Standorte der scheidenden Schulleiterin hatten Vertreter entsandt. Die Schülerfirma der Kreuzbergschule lud zum Ausklang zu Sekt und Häppchen ein.














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