19.02.2021 - 10:12 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Sozialdemokraten vermissen Visionen für den Landkreis Schwandorf

Bis zu 35 Teilnehmer sind bei der Premiere des digitalen Aschermittwochs des SPD-Kreisverbands Schwandorf dabei. Die Themen sind breit gestreut.

"Wir wollen einen sozialen, umweltfreundlichen und wirtschaftlich starken Landkreis", betonte Kreisvorsitzender Peter Wein beim "digitalen Aschermittwoch" der SPD.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

„Warum laufen die Corona-Hilfen so schleppend an?“: Das will Daniel Breitschaft im Chat wissen. Marianne Schieder bittet ihn um Geduld und meint: „Die Hilfsangebote sind einfach zu komplex“. Die SPD-Bundestagsabgeordnete kennt aber auch Selbständige, „die Geld bekommen haben und zufrieden sind“.

Bis zu 35 Teilnehmer schalteten sich beim ersten digitalen Aschermittwoch des SPD-Kreisverbands zu, der ohne traditionelles Fischessen auskommen musste. Kreisvorsitzender Peter Wein bedauert „die schmerzlichen Verluste“ seiner Partei bei den letzten Kreistagswahlen, ist aber der Meinung: „Für uns gilt Qualität vor Quantität“. Die SPD betreibe eine „konstruktive Opposition“ und wolle im Landkreis „wahrnehmbar“ bleiben. Peter Wein erkennt Defizite in der Öffentlichkeitsarbeit und ruft die Genossen auf, „die rote Fahne“ hochzuhalten.

Dem Landratsamt bescheinigt der SPD-Kreisvorsitzende in der Corona-Krise ein „gutes Management“. Es fehle aber an Visionen. Der Landrat verfahre nach dem Motto: „Verwalten statt gestalten“. Peter Wein vermisst Initiativen zum Klimaschutz, zur Pflege, zum „fairen Handel“, zur Mobilität und zum Mittelstandszentrum. Der Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion macht deutlich: „Wir wollen einen sozialen, umweltfreundlichen und wirtschaftlich starken Landkreis“.

Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder sieht in der SPD den Garanten dafür, „dass unsere Gesellschaft solidarisch zusammenhält“. Das Soziale dürfe besonders in Krisenzeit „nicht auf der Strecke bleiben“. Ihre Partei setze sich für einen „sozial verträglichen Klimaschutz“ und einen schnellen Ausstieg aus der Kohle ein.

Mit Marianne Schieder in den Wahlkampf

Maxhütte-Haidhof

Marianne Schieder spürt verstärkt politische Kräfte, „die den Ausstieg aus der Kernenergie verzögern wollen und dafür Umweltschutzgründe geltend machen“. Die SPD-Politikerin prophezeit einen „massiven Anstieg des Energiebedarfes“ und sieht keine Alternative zum Transport des Windstroms von Norden nach Süden.

Teilnehmer im Chat stellten die Frage nach dem atomaren Endlager. Marianne Schieder spürt die Sorgen der Menschen und will „nach Corona“ eine Expertenrunde organisieren und die Bevölkerung über den Stand der Dinge informieren. Auch bei den „alternativen Antriebsformen für Fahrzeuge“ will die Abgeordnete am Ball bleiben. Sie ist aber der Meinung: „Den Diesel werden wir noch eine Zeitlang brauchen“.

„Digitale-Fraktion-vor-Ort-Veranstaltung“ nennt Marianne Schieder ihr Wahlkampfformat, das sie am 10. März um 19 Uhr gemeinsam mit ihrer Abgeordnetenkollegin Sabine Dittmar zum Thema „In Solidarität durch die Pandemie“ startet. Am 19. März hält die Wahlkreisabgeordnete eine Telefonsprechstunde ab und ist von 10 bis 17 Uhr unter der Nummer 09604/931211 zu erreichen. Bei einer weiteren digitalen Veranstaltung geht es am 30. März um 19 Uhr um das „Lieferkettengesetz und ein faires Miteinander weltweit“. Zu Gast bei der Videokonferenz ist MdB Dr. Bärbel Kofler.

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