25.06.2019 - 11:50 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Supermarkt mit gut 4100 Quadratmetern

Immler-Stiftung legt weiteren Antrag für "Kaufland"-Brache an der Industriestraße vor - Ausschuss stimmt zu

Seit 2013 steht das „Kaufland“ an der Industriestraße leer. Der Eigentümer hat nun einen Antrag für einen Supermarkt gestellt. Bild: Hösamer
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Neuer Anlauf für die Kaufland-Brache: Die Immler Großfamilienstiftung hat für das Grundstück an der Industriestraße offenbar weitere Pläne. Am Montag befürwortete der Bauausschuss Befreiungen von Vorschriften des Bebauungsplans, um einen Lebensmittelmarkt mit rund 4140 Quadratmetern zu ermöglichen.

Das Gebäude soll im hinteren Bereich des Grundstücks entstehen und sich auch auf das angrenzende, ehemalige „TÜV“-Gelände erstrecken. Die etwa 165 Parkplätze wären dort angeordnet, wo aktuell das alte „Kaufland“ steht. Grundsätzlich ist auf den Flächen großflächiger Einzelhandel beziehungsweise ein Getränkemarkt (TÜV-Grundstück) erlaubt. Weil der neue Supermarkt auf letzteres reichen würde, seien die Befreiungen notwendig, erläuterte Baudirektor Reinhard Schade. Insgesamt wäre die Verkaufsfläche von rund 4140 Quadratmetern sogar kleiner als aktuell genehmigt. Eine Shopping-Zone ist nicht vorgesehen, aber eine Bäckerei mit Café. Ob das Vorhaben landesplanerisch zulässig ist, sei noch nicht geprüft, sagte Schade. Einer überschlagsmäßige Berechnung der Umsatz-Abschöpfung – Schade schätzt gut 16 Millionen Euro – geht der Baudirektor aber von einer Zulässigkeit aus. Die Bauvoranfrage landete erst am 18. Juni auf dem Tisch der Verwaltung.

Prüfung für Edeka

Schwandorf

„Wenn die Befreiungen möglich sind, ist das ok“, sagte Franz Radlinger (CSU). „Wir wollen, das dort endlich was passiert“, ergänzte Alfred Braun (SPD). Jochen Glamsch zielte eher auf städteplanerische Aspekte: Der Rat müsse sich überlegen, ob er lieber hier oder an der Regensburger Straße einen Markt wolle, um bei „Maschek“ eine Brache zu verhindern. Solcherlei Gedankenspielen erteilten sowohl Oberbürgermeister Andreas Feller als auch Schade eine klare Absage: Auf dem Kaufland-Grundstück besteht schon jetzt Baurecht. „Immler könnte morgen schon den Spaten in den Boden stechen“, sagte Feller. Das Edeka-Projekt an der Regensburger Straße dagegen müsse erst geprüft werden. Besonders Zufahrt und Lärmschutz bereiten hier den Planern Kopfzerbrechen (wir berichteten). „Mit dem Bau eines Marktes hier musste Edeka immer rechnen“, ergänzte Schade. Ob mit dem Antrag, den der Ausschuss einhellig billigte, nun auch ein Bau einher geht, konnte Oberbürgermeister Andreas Feller nicht sagen. „Jeder Grundstückseigentümer kann jeden Tag einen Antrag stellen“, sagte Feller.

Die zurückliegende Bauvoranfrage

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