Am Sonntag wurde Reinhard Mixl – trotz des gegen ihn laufenden Parteiausschlussverfahrens – als AfD-Direktkandidat für den Stimmkreis 306 (Schwandorf) für die bayerische Landtagswahl bestimmt. Laut einer Mitteilung bestätigten Mitglieder des AfD-Kreisverbands Schwandorf/Cham ihn mit einer Mehrheit von 96 Prozent als Kandidat.
Die ursprüngliche Wahl vom 13. November vergangenen Jahres war aufgehoben worden, nachdem der AfD-Landesvorstand gegen ihn und seinen Oberpfälzer Parteikollegen Wolfgang Pöschl ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet hatte. Pöschl wollte für die AfD im Kreis Cham antreten, Mixl für Schwandorf.
Weil jener Landesvorstand nur einmal die Möglichkeit hat, eine Kandidatur abzuerkennen, ist Mixl nun trotz laufendem Ausschlussverfahren als Kandidat gesetzt. Wann und ob Mixl und Pöschl tatsächlich aus der AfD ausgeschlossen werden, ist bislang unklar. Glaubt man Spekulationen um mögliche Hintergründe dieses Ausschlussverfahrens, soll Pöschl zum Verhängnis geworden sein, dass er im November an einem Treffen teilnahm, bei dem auch Vertreter der ultrarechten Splitterpartei "Der Dritte Weg" anwesend waren. Bei Mixl werden Unregelmäßigkeiten rund um die von ihm in Schwandorf veranstalteten Anti-Corona-Demos als mögliche Ursache ins Spiel gebracht.
















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