13.04.2021 - 16:33 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Verzögerungen auf Schul-Baustellen im Landkreis Schwandorf

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Die Bauarbeiten am Beruflichen Schulzentrum in Schwandorf und der Realschule Burglengenfeld schreiten voran – aber langsamer als vorgesehen. Dort ist es zu Verzögerungen gekommen. Landratsamts-Sprecher Hans Prechtl erläutert die Gründe.

Bei der Sanierung des Beruflichen Schulzentrums in Schwandorf ist es zu größeren Verzögerungen gekommen.
von Benjamin Tietz Kontakt Profil

Auf den beiden größten Baustellen des Landkreises Schwandorf - am Beruflichen Schulzentrum in Schwandorf und an der Realschule in Burglengenfeld - kann der geplante Ablauf nicht eingehalten werden. Auf der Baustelle in Schwandorf ist der Terminplan zum Beispiel erheblich ins Wanken gekommen.

Der fünfte Bauabschnitt sollte eigentlich bis zum Schulhalbjahr im Februar diesen Jahres abschlossen sein. Das geht aus dem Bericht von Hochbauamts-Leiterin Michaela Gottmeier vor, der auf der Tagesordnung der Sitzung des Landkreis-Bauausschusses am Montagnachmittag stand und vom Gremium zur Kenntnis genommen wurde. Zunächst wurde der geplante Fertigstellungstermin auf die Osterferien und schließlich auf die Pfingstferien verschoben. "Allerdings ist selbst dies, der aktuellen Situation geschuldet noch unter Vorbehalt und dem tatsächlichen Erscheinen der Handwerker auf der Baustelle zu sehen", heißt es im Bericht weiter.

Auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien konkretisierte Landratsamts-Sprecher Hans Prechtl die Gründe für die Verzögerungen. "Beim Beruflichen Schulzentrum sind die Bauverzögerungen im Wesentlichen durch die Corona-Pandemie bedingt", teilt er mit. So seien zum Beispiel im Frühjahr zwei Firmen in Quarantäne gewesen, daher hätten sich die Nachfolgegewerke verzögert. Eine Firma war laut Prechtl der Estrichbauer, "daher musste dann der Fußbodenleger warten, bis der Estrich eingebaut war, bis hier nun mit den Bodenbelagsarbeiten begonnen werden konnte".

Zu den Bauarbeiten bei der Realschule in Burglengenfeld sei anzumerken, dass sich die Gründung der beiden Bauabschnitte zwei und drei als erheblich aufwendiger gestaltete, als ursprünglich geplant. "Dadurch konnte der Rohbau im letzten Jahr nicht mehr winterdicht hergestellt werden", schreibt Prechtl weiter. Außerdem konnte witterungsbedingt im Januar und Februar dann mit den Betonier-Arbeiten nicht begonnen werden. Insgesamt seien auch Lieferverzögerungen aufgrund der Pandemie anzuführen, wie zum Beispiel bei den Türen unseres Erweiterungsanbaus am Landratsamt.

Plan für nächste Abschnitte

Der fünfte Bauabschnitt beinhaltet Klassenzimmer, Fachräume für Elektrotechnik und einen Werkstattraum für die Metallbearbeitung im nördlichen Teil des Hauptbaus. Heuer ist laut Gottmeier außerdem vorgesehen, den Pausenhof zwischen Hauptbau und FOS/BOS neu zu bauen. Darüber hinaus sollen die Planungen für die Abschnitte sechs und sieben - die Sanierung und Erweiterung der Werkstätten - weitergeführt werden und in einen Entwurf münden. Dann könnten Fördergelder beantragt werden.

Im Etat für dieses Jahr sind 2,7 Millionen Euro vorgesehen. Die Gesamtkosten für die Sanierung des Beruflichen Schulzentrums liegen laut Bericht mittlerweile bei rund 43 Millionen Euro. Diese Summe nahm Karl Bley (SPD) zum Anlass für eine Nachfrage: Er erkundigte sich nach dem weiteren Zeitraum bis zum Abschluss der Maßnahme und wollte wissen, ob absehbar ist, wie sich die Kosten weiter entwickeln, nachdem es eine merkliche Steigerung zu den zunächst genannten Summen gegeben hat.

Projekt sinnvoll verändert

Landrat Thomas Ebeling entgegnete bezüglich der Kosten, dass das gesamte Projekt im Laufe der Jahre auch sinnvoll verändert worden sei. So hat es für den Landkreis zum Beispiel kurzfristig die Möglichkeit gegeben, ein angrenzendes Grundstück zu kaufen, auf dem nun ein weiteres Gebäude entsteht. Außerdem wurde in der Zwischenzeit auch beschlossen, die zweistufige Wirtschaftsschule im vierten Obergeschoss der Schule zu integrieren. Bis das soweit ist, wird es laut Michaela Gottmeier aber mindestens noch fünf Jahre dauern.

Mittlere Reife in zwei Jahren

Wackersdorf

Zu Verzögerungen kam es auch an der Realschule in Burglengenfeld. Hier sind laut Gottmeier in diesem Jahr die Bauabschnitte zwei und drei parallel an der Reihe. Im Abschnitt zwei - er umfasst den neuen Verbindungsbau zwischen Mädchen- und Knabentrakt - werde derzeit die Decke über der geplanten Aula betoniert. Bauabschnitt drei betrifft die Sanierung eines Teilbereichs des Mädchentrakts.

Bis Jahresende, so schätzt sie, werden die weiteren Arbeiten zum Innenausbau andauern. Wegen der Verzögerungen rechnet sie mit einer Fertigstellung der beiden Bauabschnitte erst im Frühjahr kommenden Jahres. Insgesamt sind für die Maßnahme Gesamtkosten von rund 20 Millionen Euro prognostiziert, 2,8 davon sind im Haushaltsplan für dieses Jahr vorgesehen.

"Beim Beruflichen Schulzentrum sind die Bauverzögerungen im Wesentlichen durch die Corona-Pandemie bedingt".

Hans Prechtl

Hans Prechtl

 

 

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