16.02.2021 - 10:09 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Weniger Feuerwehreinsätze im Landkreis Schwandorf

Die Feuerwehren im Landkreis Schwandorf wurden im vergangenen Jahr deutlich seltener alarmiert, als noch im Vorjahr. Das hat einen einfachen Grund.

Ein Großeinsatz für die Feuerwehren war im vergangenen Jahr der Brand eines Stalls in Atzenhof (Gemeinde Trausnitz).
von Externer BeitragProfil

Wegen der Corona-Situation konnte die Kreisbrandinspektion im Landkreis Schwandorf in diesem Jahr keine Dienstversammlung für die Feuerwehrkommandanten abhalten. Stattdessen blickte Pressesprecher Hans-Jürgen Schlosser in einer Mitteilung auf die Einsätze im vergangenen Jahr zurück und übermittelte allen Feuerwehren im Landkreis den Dank von Kreisbrandrat Robert Heinfling für den Dienst gerade in dieser Zeit.

Wie Schlosser mitteilt, gab es im Landkreis Schwandorf im vergangenen Jahr 157 Freiwillige Feuerwehren und zwei Werkfeuerwehren. "Insgesamt leisten 5853 Landkreisbürgerinnen und -bürger Dienst in einer Feuerwehr", führt Schlosser weiter aus. 141 aktive Männer sowie 26 Frauen seien als Doppelmitglieder geführt. Außerdem sind im Landkreis 1156 Feuerwehrdienstleistende als Atemschutzgeräteträger rund um die Uhr einsatzbereit.

Den gemeindlichen Jugendfeuerwehren gehörten laut Schlosser 2020 insgesamt 1206 Mitglieder an. 175 Jugendliche wurden in den aktiven Feuerwehrdienst überstellt. "Eine weitere positive Entwicklung stellen die Kinderfeuerwehren dar: 490 Kinder sind derzeit bei einer Kinderfeuerwehr im Landkreis Schwandorf", betont der Pressesprecher.

Beim Blick in die Einsatzstatistik sieht man deutlich die Auswirkungen des Lockdowns: Wie Schlosser mitteilt, wurden die Feuerwehren im Landkreis Schwandorf im vergangenen Jahr zu 1349 Einsätzen weniger als im Jahr 2019 gerufen. "Das ist zwar eine positive Entwicklung, jedoch bleibt abzuwarten ob uns diese Entwicklung nicht wieder einholt", so Schlosser.

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Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 3176 Einsätze bewältigt. Diese gliedern sich auf in 520 Brandeinsätze, 2112 technische Hilfeleistungen, 83 ABC-Einsätze, 107 sonstige Tätigkeiten, 38 Sicherheitswachen und 316 Fehlalarmierungen. Im Landkreis Schwandorf waren es 2054 Einsatzstellen, die durch die Feuerwehren angefahren werden mussten.

Dieser Rückgang macht sich auch bei den Einsatzstunden bemerkbar: Mit 40 960 Einsatzstunden wirkte sich auch hier der Lockdown aus. Im Jahr 2019 leisteten die Feuerwehren noch 55 490 Einsatzstunden – also 14 530 Stunden mehr. Dabei unterscheidet man laut Schlosser in der Statistik nochmals zwischen 4126 Stunden, die durch die örtlichen Kommandantinnen und Kommandanten geleistet worden, sowie 36 834 Stunden durch die Einsatzkräfte. "Wir werden nach dem Lockdown wieder mit mehr Einsätzen und damit mehr Einsatzstunden rechnen müssen, da wieder mehr Reiseverkehr und mehr Bewegung im öffentlichen Raum stattfindet", prognostiziert Pressesprecher Hans-Jürgen Schlosser.

Die Kreisbrandinspektion im Landkreis Schwandorf ist eine ausschließlich ehrenamtlich besetzte Führungsinstanz im bayerischen Feuerlöschwesen auf Kreisebene und bildet die direkte Schnittstelle von der Kreisverwaltungsbehörde zu den Feuerwehren. Die Rechtsgrundlage ist das bayerische Feuerwehrgesetz mit der Ausführungsverordnung zum Feuerwehrgesetz. Die hier erbrachten Stunden der Führungsdienstgrade sowie Fachdienste werden nicht in der Einsatzstatistik aufgenommen.

"Wir werden nach dem Lockdown wieder mit mehr Einsätzen und damit mehr Einsatzstunden rechnen müssen, da wieder mehr Reiseverkehr und mehr Bewegung im öffentlichen Raum stattfindet"

Feuerwehr-Pressesprecher Hans-Jürgen Schlosser

Feuerwehr-Pressesprecher Hans-Jürgen Schlosser

Auch zu mehreren schweren Unfällen – wie hier auf der A 6 wurden die Feuerwehren alarmiert.
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