18.03.2019 - 16:51 Uhr
SchwandorfOberpfalz

"Auf die Wildbienen muss man schauen"

Johann Kagerer (links) mit dem Vorsitzenden des Schwandorfer Imkervereins, Konrad Grauvogl (Zweiter von links), und Interessierten.
von Elisabeth Saller Kontakt Profil

Trotz Winter sah man Bienen in den vergangen Wochen recht häufig - dem Volksbegehren "Rettet die Bienen" sei Dank. Viele Leute verkleideten sich im Fasching als Insekt. Wie es um die Bienen gerade steht, erläutert Johann Kagerer, Bienenfachwart und Sachverständiger beim Imkerverein Schwandorf.

ONETZ: Hat das Volksbegehren dem Imkerverein viele neue Mitglieder gebracht?

Johann Kagerer: Momentan noch nicht. Wir haben die letzten Jahre meist 15 neue Mitglieder gehabt, heuer sind es bisher nur 6. Aber die haben sich im Herbst schon gemeldet und sind nicht durch das Volksbegehren beeinflusst.

ONETZ: „Rettet die Bienen“ – Wie geht’s den Bienen überhaupt?

Johann Kagerer: Wir haben in Europa 485 Bienenarten. Davon ist die Honigbiene nur eine, und die ist die unproblematischste. Die nimmt jeden Necktar. Die Wildbienen aber fliegen nur auf bestimmte Pflanzen. Und wenn es die nicht mehr gibt, stirbt die Biene. Auf unsere Honigbiene schauen wir Imker, auf die Wildbienen muss der Rest schauen.

ONETZ: Und was ist mit Krankheiten oder der Varroamilbe?

Johann Kagerer: Die Varroamilbe gibt es bei uns seit 1983. Die hat sich angepasst an die Behandlungen. Sie vermehrt sich zum Beispiel schneller. Der Imker, der sich dann nicht aufpasst, hat Pech gehabt, seine Bienen sterben. Ich habe immer wieder Imker, die scheitern. Ein Honigbienenvolk könnte eigenständig nicht lange überleben. Es braucht den Imker, der darauf achtet.

Johann Kagerer bietet im Imkerheim Schwandorf, Am Sollring 10, einen Anfängerkurs im Imkern an. Er beginnt am Samstag, 23. März, 10 bis 12 Uhr. Keine Anmeldung nötig.

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