30.01.2020 - 15:58 Uhr
SchwarzachOberpfalz

Kartoffelerzeuger liefern verlässlich Qualität

„Gala“, „Laura“ und „Birgit“ sind die Favoriten bei den Sorten. Die Qualität ist im Schnitt hervorragend. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Oberpfälzer Kartoffelerzeuger mit Witterungseinflüssen zurechtkommen müssen.

Referierten bei der Jahreshauptversammlung der EG Stulln im Gasthaus Lorenz: Christian Ochsenkühn (links) von Burgis), Kartoffelqualitätsprüfer Thomas Zirngibl (Mitte) und Georg Mayer, Leiter am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Nabburg (rechts).
von Herbert RohrwildProfil
Die neu gewählte Vorstandschaft der Erzeugergemeinschaft (EG) Stulln (von links): Josef Irlbacher (Geschäftsführer/Grubhof), Johann Bruckner jun. (Lindenlohe), Martin Schönberger (Högling), Herbert Obermeier (Vorsitzender/Schanderlhof), Michael Gietl (Diepoltshof), Florian Mauerer (Stellvertreter/Loisnitz) und Stefan Kiener (rechts/Münchshof)

"Die Kartoffel bleibt spannend". Eine markante Aussage bei der Jahreshauptversammlung der Kartoffelerzeuger (EG) Stulln. EG-Vorsitzender Herbert Obermeier erinnerte im Gasthaus Lorenz in Wölsendorf im Beisein der Fachreferenten und zahlreicher Vertragslandwirte an die zahlreich besuchten informatorischen und fachlichen Veranstaltungen, Seminare und Besprechungen. Eine „Superaktion“ von Kartoffelerzeugern und Burgis kam bei der Öffentlichkeit gut an: Der Infostand bei der BR-Radltour. Gewässerschutz und Bewässerung wurden thematisiert. Man beschäftige sich mit der Machbarkeit einer Bewässerungsinfrastruktur entlang der Naabachse und am Eixendorfer Stausee, so Obermeier. Zudem erfordere der Wegfall der Pflanzenschutzmittel intensive Beratung.

Um auch in Zukunft die Qualitäten zu sichern, sei die Entwicklung geeigneter Rezepte und die Ausrichtung auf neue Strategien notwendig. Der Vorsitzende beleuchtete die Entwicklung der Kartoffel von der Pflanzzeit im April mit den witterungsbedingten Einflüssen in den einzelnen Monaten - Probleme verursachte der späte Regen im August - bis zur Ernte im Herbst. Abschließend teilte der Herbert Obermeier mit, dass er für eine weitere Wahlperiode zur Verfügung stehe. "Insgesamt sind wir gut aufgestellt", so sein Resümee.

Geschäftsführer Josef Irlbacher bilanzierte Einnahmen und Ausgaben und gab einen positiven Kassenstand bekannt. Großes Lob erging an die Kartoffelerzeuger: "Sie leisten eine tolle Arbeit und sie sind bei Bedarf immer lieferbereit".

Die Neuwahl unter der Leitung von Theresia Adokkwei (Fachzentrum Pflanzenanbau) erbrachte folgendes Ergebnis: Herbert Obermeier steht mit den Stellvertretern Florian Mauerer und Michael Gietl weiterhin an der Spitze. Als Beiräte unterstützen Johann Bruckner, Stefan Fick, Stefan Kiener und Markus Schönberger. Die Finanzabwicklung überprüfen Willi Fick (Schwaig) und Andreas Wilhelm (Deiselkühn).

Eine lang anhaltende Hitze- und Trockenperiode prägte das Kartoffelanbaujahr 2019 mit regional unterschiedlichen Mengeneinbußen, aber mit besseren Qualitäten bei den Lagerbonituren als im Vorjahr, verdeutlichte der Leiter für Einkauf bei Burgis (Neumarkt), Christian Ochsenküh, in seiner Rückschau. Deutschlandweit lag der Durchschnittsertrag je Hektar um 1,5 Tonnen höher. Die EG Stulln lieferte bis Ende Dezember 2019 insgesamt 7 268 Tonnen. Die noch vorhandene Lagermenge von 3 868 Tonnen wird bis Mitte Mai geräumt sein. Der Sprecher bedankte sich bei der EG Stulln für die guten Qualitäten und die verlässliche Zusammenarbeit.

Von den angelieferten Sorten der EG Stulln nehmen "Gala", "Laura" und "Birgit" Spitzenplätze ein. Die Qualitäten sind im Durchschnitt hervorragend, konstatierte Kartoffelqualitätsprüfer Thomas Zirngibl vom Erzeugerring für landwirtschaftliche Qualitätsprodukte Oberpfalz. Christian Beer (BayWa Wernberg) sprach bei der Vermehrung von guten Ergebnissen. Das Pflanzgut stehe zum Anbau zur Verfügung.

Durch die Witterungsabhängigkeit sei der Kartoffelanbau eine Herausforderung, betonte der Leiter am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Nabburg, Georg Mayer. Als Profis werden die Kartoffelanbauer für zukünftige Aufgaben gerüstet sein. Bei Beregnungsanlagen sollten auch die Kosten bedacht werden. Für den Dialog mit der Gesellschaft bestehe Nachholbedarf und das Gespräch sollte mit der Öffentlichkeit gesucht werden.

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