Schwarzach
07.06.2018 - 17:13 Uhr

Wertvolle Wildkräuter

Gegen viele Krankheiten und Zipperlein ist ein Kraut gewachsen. Leider ist dieses Wissen in den letzten Jahrzehnten durch die Verfügbarkeit neuer Medikamente ins Hintertreffen geraten.

Die Kinder waren ganz begeistert von der  Kräuterwanderung, die Monika Ermer rund um Altfalter organisiert hatte. exb
Die Kinder waren ganz begeistert von der Kräuterwanderung, die Monika Ermer rund um Altfalter organisiert hatte.

„Die Löwenzähnchen“ des OGV Altfalter-Schwarzach erkundeten zusammen mit der ausgebildeten Kursleiterin für Heilpflanzenkunde, Monika Ermer, die Wiesen und Flur rund um Altfalter. Zu Beginn wies sie darauf hin, dass viele Kräuter noch sehr üppig in freier Natur wachsen. Beim Sammeln sollte man aber die Nähe viel befahrener Straßen und gedüngte Flächen meiden. Wichtig ist auch eine schonende Trocknung der Kräuter, damit die Wirkstoffe erhalten bleiben.

Als erstes stieß die Gruppe auf das Schöllkraut, dessen Milch bei der Behandlung von Warzen, die ja besonders gerne Kinder heimsuchen, eingesetzt werden kann. Weiter ging es mit Malven, die fast jedem Früchtetee seine schöne rote Farbe verleihen. Der Weißdorn hilft bei Blutdruck- und Herzbeschwerden. Die oftmals ungeliebte Brennnessel wird gerne unterschätzt. Die jungen Blätter sind nicht nur eine schmackhafte Alternative zu Spinat. Und sollte man mit ihren Brennhaaren Bekanntschaft gemacht haben, ist sicher in der Nähe der Spitzwegerich zu finden, dessen leicht zerdrückte Blätter das Brennen lindern, bei Insektenstichen helfen und im Winter als Sirup bei Husten eingenommen werden können. Die Schafgarbe hilft bei Verdauungsproblemen und vor dem Holunder soll man sich aufgrund seiner Heilkräfte verbeugen.

Mit zahlreichen Eindrücken und einem schönen Strauß an Kräutern ging es zum OGV-Heim. Dort wartete nicht nur ein mit Kräutern aromatisierter Apfelsaft zum Durstlöschen, sondern auch leckere Brote mit Wildkräuterfrischkäse, dekoriert mit Blüten von Schnittlauch, Borretsch und Brennnesselsamen. Zum Schluss wurde einigen Kindern ein Wiesenpflaster aus Spitzwegerich angelegt und im Schatten der Bäume gespannt der Geschichte vom Spitzwegerich gelauscht.

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