09.08.2021 - 13:01 Uhr
Schwarzenbach bei PressathOberpfalz

1,32 Millionen für Schwarzenbacher Sporthalle

Bald soll die Sanierung der Sporthalle beginnen. Über ein spezielles Förderprogramm erhält Schwarzenbach 1,32 Millionen Euro Förderung für das 1,4 Millionen Euro teure Projekt.

So soll die fertige Halle nach der Sanierung laut den Architekten Auer aus Weiden aussehen.
von Stefan NeidlProfil

Als nur eine von drei Gemeinden in der Oberpfalz kommt mit Schwarzenbach in den Genuss des Investitionspakts zur Förderung von Sportstätten. Mit 1,32 Millionen Euro fördert der Freistaat die 1,4 Millionen teure Sanierung der Turnhalle. Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr Kerstin Schreyer war nach Schwarzenbach gekommen um Bürgermeister Thorsten Hallmann den Bescheid zu überreichen. Zuvor führte er sie durch den Bürgerladen und sie durfte sich im neuen Bürgerhaus in das Goldene Buch der Stadt eintragen.

Die Sporthalle in der Parksteiner Straße wurde 1981 erbaut. Sie wurde bisher von Fußball über Gymnastik bis hin zu Karate für zahlreiche Sportarten für Jung und Alt sowie für die Jugendarbeit etwa der KLJB genutzt. Auch die bekannten "Schenkelzinterer" trainieren dort. Zudem wird die Halle von der Volkshochschule genutzt. Die Schule nutzt sie für Sport, eigene Veranstaltungen und Mittagsbetreuung.

Regen in der Halle

"Die Halle wirkt vielleicht noch ganz gut. Aber der Estrich bricht ein, es regnet herein und energetisch ist sie ohnehin veraltet", erklärt Hallmann. Darum soll sie nun ab dem dritten Quartal 2021 saniert werden. Baudauer soll etwa ein Jahr sein.

Geplant ist eine grundlegende bauliche Sanierung der Sportstätte mit Modernisierung sämtlicher Gebäudeflächen im Boden-, Wand- und Deckenbereich inklusive einer energetischen Ertüchtigung sowie der Herstellung der Barrierefreiheit. Dabei soll sie für Architekten Dietmar Auer aus Weiden unter einem Leitmotiv stehen: Dem öffentlichen Bauwerk Identität geben, Angefangenes im Ort fortführen und mit Bauwerken der Gemeinde eine Verbundenheit zum Ort und zur Heimat herstellen.

Design "Schwarzenbach"

Für Hallmann soll sich die sanierte Halle in die weiteren geplanten und schon vollendeten Erneuerungen einfügen, Gestaltungsmerkmale übernommen werden. Die Außenelemente sollen in Anlehnung an den Schwarzenbach dunkel gehalten werden. Angrenzende Gebäude werden neue Fenster bekommen und wärmetechnisch mit einer Holzverkleidung versehen. Die zwei Zugänge zur Sporthalle werden baulich überdacht, um einen sicheren und barrierefreien Zugang zu schaffen. Die bestehende PV-Anlage wird für die Sanierung demontiert und neu geordnet auf die hohen Dächer der Hauptgebäude, welche dann mit dunklem Blech eingedeckt sind, aufgebracht.

Während der Sanierung sollen schulische Veranstaltungen mit der Mittagsbetreuung nun im Schulgebäude selbst stattfinden. Der Sport muss in das Sportheim des SC Schwarzenbach ausweichen, mit der Ausnahme der Ballsportarten: Diese werden während des Sanierungsjahrs nicht angeboten werden können.

Staatsministerin Schreyer ist eine Verfechterin der Städtebauförderung: "Corona ist ein Brennglas. Wir müssen dafür sorgen, dass aus den räumlichen Abständen keine sozialen Abstände werden." Die Förderung der Sporthalle als Stätte der Begegnung ist für sie ein wichtiger Schritt dazu.

Schwarzenbach bei Pressath
Landtagsabgeordneter Tobias Reis, Staatsministerin Kerstin Schreyer, Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger, Bürgermeister Thorsten Hallmann und stellvertretender Landrat Albert Nickl (von links) freuen sich über 1,32 Millionen Euro für Schwarzenbach.

 

 

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