27.11.2019 - 13:04 Uhr
Schwarzenbach bei PressathOberpfalz

Wegweisendes Vermächtnis fortführen

Der CSU-Ortsverband Schwarzenbach ernennt bei der Nominierungsversammlung im Gasthof Stark seine Gemeinderatskandidaten. Dabei erinnerte der Ortsvorsitzenden auch an den verstorbenen Bürgermeister Peter Nössner.

Sie scheuen die Verantwortung nicht: Auf der Schwarzenbacher CSU-Gemeinderatsliste finden sich auch viele junge Kandidaten.
von Bernhard PiegsaProfil

Auch gut fünf Jahre nach seinem überraschenden Tod ist Bürgermeister Peter Nössner unvergessen. Seiner Gemeinde habe Nössner ein wegweisendes Vermächtnis hinterlassen, aus dem Schwarzenbach bis heute Nutzen ziehe, bilanzierte CSU-Ortsvorsitzender Ulrich Hösl bei der gut besuchten Nominierungsversammlung im Gasthof Stark, bei der die Union 15 Gemeinderatskandidaten und drei Ersatzbewerber kürte.

In Nössners Sinn und in Anknüpfung an seine Leistungen die Gemeinde weiter voranzubringen, sei das erklärte Ziel der CSU geblieben, das man in stets konstruktiver Zusammenarbeit mit allen anderen Gemeindeverantwortlichen auch erreicht habe: „Es ging immer gut und sachlich zu.“ Beispielhaft nannte Hösl den Abschluss der Hauptstraßensanierung, den kurz vor der Vollendung stehenden Umbau des Pfarrhofs zum Kulturhaus und den Dorfladen, Investitionen in das Schulgebäude, aber auch die Instandsetzung der Alten Pechhofer Straße, die Hausnummern-Hinweisschilder in Pechhof und soziale Projekte wie die Schüler-Mittagsbetreuung oder die Fertigstellung der Kinderkrippe.

Besonders freute sich der Vorsitzende, dass der Gemeinderat den CSU-Antrag, den Platz beim "Wasserspiel" neben der Kirche nach Peter Nössner zu benennen, einstimmig angenommen hatte. Als "Basis unserer Demokratie" würdigte Landrat Andreas Meier die gewählten Gemeindeorgane. Leider werde es zusehends schwieriger, Kandidaten zu finden, und die Amtsträger würden nicht selten "harsch angegangen". Denn: "Gemeinderat ist kein vergnügungssteuerpflichtiges Amt." Umso erfreulicher sei, dass in Schwarzenbach gleichwohl so viele bereit seien, politische Verantwortung zu übernehmen.

Den Parteifreunden aus der Naturparkgemeinde dankte Meier dafür, dass sie die CSU-Kreistagsliste einmütig mitgetragen hätten: "Diese Einmütigkeit ist als Signal wichtig, denn gerade weil unsere Partei gute Kreispolitik geleistet hat, suchen die politischen Mitbewerber umso aufmerksamer nach Schwachstellen wie etwa mangelnder Einigkeit schon bei den Nominierungen." Auch bei allen anderen bisherigen Nominierungsversammlungen im Kreisgebiet habe die Partei "großartige Zeichen der Geschlossenheit" gesetzt: "Das ist eine vielversprechende Voraussetzung für einen erfolgreichen Wahlkampf und gute Ergebnisse."

In seinem Grußwort ging der Landrat auf politische Weichenstellungen wie die Ermäßigung der Kreisumlage oder die Kürung des Landkreises zur 5G- und zur Wasserstoff-Modellregion ein. Die Kreisumlagensenkung belasse den Gemeinden mehr finanziellen Gestaltungsspielraum, ohne indes den Landkreis an vielfältigen Investitionen wie etwa der Renovierung des Eschenbacher Landratsamtsgebäudes zu hindern. Diese generierten ihrerseits Aufträge für die regionale Wirtschaft: "Seriöse Finanzpolitik ist Zukunftspolitik."

Als Ergebnis der nächstjährigen Wahl wünschte sich Andreas Meier eine CSU-geführte Allianz der Kreise Neustadt und Tirschenreuth und der Stadt Weiden, die ein nordoberpfälzisches Gegengewicht zum Regensburger Raum bilde: „Dort scheint man sich oft immer noch für die besseren Oberpfälzer zu halten, obwohl wir im Norden mit den besseren Wirtschafts- und Arbeitsstatistiken aufwarten können." Eine "gute Mischung" vielfältiger Ausbildungs- und Arbeitsoptionen "von der Kinderkrippe über ein breites Angebot an Top-Arbeitsplätzen bis hin zur Hochschule" stelle in dieser einstigen Krisenregion sicher, dass "ein junger Mensch bei uns eine Zukunft finden kann."

Info:

Junge und erfahrene Kräfte

"Unsere bunte Liste, in der es weder an jungen noch an erfahrenen Kräften fehlt, kann sich sehen lassen", hielt CSU-Ortsvorsitzender Ulrich Hösl bei der Gemeinderats-Nominierungsversammlung fest. Einstimmig wurde folgender Wahlvorschlag bestätigt:

1.) Ulrich Hösl, Polizeibeamter, 51 Jahre; 2.) Andrea Götz, Logopädin, 33; 3.) Alfons Przetak, Rentner, 65; 4.) Johann Rupprecht, Werkzeugmacher, 45; 5.) Andreas Kick, Energieelektroniker, 35; 6.) Tobias Busch, Fertigungs- und Montageleiter Elektronik, 35; 7.) Gabriele Krös, Kauffrau für Bürokommunikation, 40; 8.) Stefan Götz, Feinwerkmechanikermeister, 29; 9.) Michael Rinderer, Bauunternehmer, 40; 10.) Jakob Walberer, Außendienstmitarbeiter im Agrarbereich, 24; 11.) Monika Burger, Postbotin, 43; 12.) Gerhard Walberer, Landwirt, 56; 13.) Rainer Lindner, Mess- und Regeltechniker, 49; 14.) Johannes Meyer, Schüler/Kaufmann im Groß- und Einzelhandel, 21; 15.) Robert Scharnagl, Dipl.-Ingenieur (FH), 44.

An kommunalpolitischen Schwerpunktthemen, für die man sich stark machen wolle, nannten die Bewerber insbesondere die Schaffung von Bauplätzen und Wohnraum, die weitere Verbesserung der Lebensqualität für Familien, Jugend und Senioren, die Modernisierung von Kindergarten, Schule und Straßen sowie eine verbesserte Mobilfunkversorgung. Als Ersatzkandidaten sind vorgesehen: 1.) Markus Pöllath; 2.) Anton Braun; 3.) Max Josef Römisch. Sie würden in dieser Reihenfolge auf den Listenplatz eines eventuell bis zum Wahltermin ausfallenden Kandidaten nachrücken. Einen eigenen Bürgermeisterkandidaten schickt die CSU nicht ins Rennen.

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