10.02.2020 - 17:28 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Bischof, Rocker und Reizwäsche

Einen entspannenden, unterhaltsamen und vor allem „lustigen Abend“ verspricht die „Theatergruppe Inzendorf“ den Zuschauern auf der Bühne im Restaurant Miesberg. Das Stück "Auf gute Nachbarschaft“ trifft den Geschmack des Publikums.

Applaus für die Inzendorfer Theatergruppe: Die Laienspielschar bereitete den Zuschauern einen vergnüglichen Abend.
von Siegmund KochherrProfil
Ein Fußbad zur Erholung für die gestressten Männer.

Der Frühling ist erwacht, doch bei den Familien Aumüller und Dürr läuft das Leben in seinen geregelten Bahnen weiter. Jeden Abend kommen die beiden Freunde Hans-Peter und Ernst-Wolfgang nach einem stressreichen Tag im Amt mit schmerzenden Füßen und erschöpft von der Arbeit zurück. Die beiden Ehemänner werden von ihren Ehefrauen Irmtraud und Rosemarie mit Hausschuhen und Strickweste "liebevoll" und aufopfernd empfangen und versorgt.

Das ist auch dringend erforderlich, denn die Herren sitzen jede Nacht in der Dorfscheune, um den heimischen Maibaum vor der Aufstellung vor Übergriffen zu schützen. Zusammen mit dem Dienst im Amt und der nebenberuflichen Schwarzbrennerei von Schnaps eine nahezu unmenschliche Arbeitsbelastung!

Mitten in ein überlebenswichtiges und erholsames Fußbad für die Ehemänner platzt die Nachricht über die Familien herein, ein neuer Nachbar würde in das renovierungsbedürftige Nachbarhaus einziehen. Hierbei soll es sich um eine wichtige und angesehene Person des öffentlichen Lebens handeln - den Herrn Bischof samt Küster! Die Aufregung ist groß und so wird ein gebührender Empfang mit Sekt und Fähnchen vorbereitet. Als die Dorfbewohner singend und Fahnen schwenkend zum Empfang bereit stehen, fahren die hohen Gäste zur Überraschung des Empfangskomitees mit Motorrädern als Rocker verkleidet vor. Die beiden Herren entpuppen sich nicht wie Friedhelm Bischoff und Klaus Küster als kirchliche Würdenträger, sondern als zwei "Freizeit-Rocker".

Ab diesem Tag wird alles anders. Brave, täglich hart im Amt arbeitende Beamte mit einer Vorliebe für die Musik von Helene Fischer prallen auf zwei Motorradfahrer, die sich mit Rockmusik von AC/DC, Wein, Schnaps und Bier jede Nacht zum Tag machen. Nach und nach beginnen die neuen Nachbarn eine gewisse Faszination auf sämtliche Damen des Ortes auszuüben- auch auf Rosemarie und Irmtraud. Das Angebot einer gemeinsamen Motorradtour erweckt in den Ehefrauen die Sehnsucht nach Freiheit.

Als die Ehemänner eines Abends zum örtlichen Schafkopfturnier aufbrechen, ergreifen sowohl Margarete und Ulrike, die beiden stets in Rosa gekleideten weiblichen "Restposten" des Dorfes, als auch die braven Ehefrauen Rosemarie und Irmtraud die Chance, den neuen Nachbarn einen nächtlichen Besuch abzustatten. Doch als Rosemarie und Irmtraud am nächsten Morgen erwachen, müssen sie mit Entsetzen feststellen, dass ihnen von der letzten Nacht "ein ganzes Stück" fehlt. Wie soll man verhindern, dass die Ehemänner von dem nächtlichen Ausflug erfahren? Und dann hängen am Maibaum mitten im Dorf zwei Unterhosen - Damenunterhosen. Die beiden Schmuckstücke sehen der "Reizwäsche" von Rosemarie und Irmtraud erschreckend ähnlich. Plötzlich gibt es Fragen über Fragen.

Anton Pösl gefällt in der Rolle von Hans-Peter Aumüller, Mare Aumüller verkörpert Antonia Prechtl, Ernst Dürr spielt Jürgen Putz, seine Ehefrau Irma Tanja Wiesgickl. Gretl Henneberger wird von Magdalena Strobl in Szene gesetzt und Schwester Ulrike von Petra Sander. Klaus der Kirchendiener wird von Reiner Piehler und "Bischof Fritz" von Dominik Dorner dargestellt. Regie führt Hubert Schreiner, für die Technik ist Theresa Forster zuständig.

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