(rhi) Am 18. Mai starb der langjährige Bezirksvorsitzende der Senioren-Union, Rudolf Kraus. Die Geschäfte führt seitdem der bisherige Stellvertreter Günther Loibl aus Roding. Bei der Bezirksversammlung am Montag im Miesberg-Restaurant erinnerte er an den ehemaligen Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium und wiederholte dessen Forderung: "Die Rentner müssen stärker am Wirtschaftsaufschwung teilhaben."
Die CSU-Senioren machen vor den Landtagswahlen Druck auf die eigene Partei. "Die Rente wird für immer mehr Menschen zum Armutsrisiko", sagte Günther Loibl. Mit durchschnittlich 1100 Euro könne man nicht auskommen. Im Gegensatz zu den Beamten mit einer Durchschnittspension von 2100 Euro. Der pensionierte Ministerialbeauftragte für die Realschulen in Niederbayern ist überzeugt: "Wir werden um eine angemessene Grundrente nicht herumkommen". Eine weitere Spaltung der Gesellschaft müsse gestoppt werden, so die Forderung der Senioren. Sonst sei die Demokratie in Gefahr.
Ein zweites Problem, das die Senioren beschäftigt, sind die Strukturen für den Lebensabend der älteren Menschen. Hier erwartet Günther Loibl eine Vielfalt von Konzepten. Er wirft einen Blick nach Bad Kötzting. Dort ist unter der Trägerschaft des Landkreises ein Mehrgenerationenhaus entstanden, in dem junge Familien mit Senioren unter einem Dach wohnen und sich bei Bedarf gegenseitig unterstützen. Dieses Beispiel sollte auch in anderen Landkreisen und Kommunen Schule machen.
In der Diskussion mit dem Landtagsabgeordneten Alexander Flierl beklagten sich die CSU-Senioren über den Umgangston und die Wortwahl der Parteispitze, allen voran des Vorsitzenden Horst Seehofer. Das geht selbst den älteren Parteimitgliedern, die häufig selbst kein Blatt vor den Mund nehmen, zu weit. Die Senioren sind skeptisch, ob es für die CSU wieder zur absoluten Mehrheit reichen werde.
Schwarzenfeld
01.08.2018 - 11:47 Uhr
Druck auf die eigene Partei
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