Dass sich Schwarzenfeld als gute Adresse in Sachen Unterhaltungskultur entwickelt hat, ist jetzt im zweiten Jahr der Angebote im Rahmen der Kulturtage und -wochen bis weit über die Landkreisgrenzen bekannt. In sieben Veranstaltungen des Kulturvereins Oberpfalz waren es über dreitausend Besucher, die zum Veranstaltungsort, dem Saal des Restaurants Miesberg, gepilgert waren. Bezieht man das kulturelle Angebot der Musikkapelle Schwarzenfeld anlässlich des Frühjahrskonzertes mit ein, das zweifellos mit zum musikalischen Höhepunkt des Marktes gehört, dann erhöht sich die Zahl der Fans kultureller Unterhaltung schnell auf 3500 Besucher innerhalb weniger Wochen. Veranstalter, Wirtsfamilie, sowie natürlich der Markt selbst haben allen Grund ein positives Fazit zu ziehen, bevor es im Sommer mit einzigartigem Programm im Schlosspark weitergeht.
Die letzte Veranstaltung aus dieser Reihe zeigte mit einem Volltreffer an urbayerischer, aber vor allem waidlerischer Unterhaltung seine Wirkung im vollbesetztem Saal mit dem Duo „Tom und Basti“. Sie haben es einfach drauf, die beiden Urgewächse heimischer Musik. Die gesamte Bandbreite heimatbezogener, dörflich geprägter Auffälligkeiten packten die aus Mauth, dem hintersten Landschaftszipfel hin zu Tschechien, stammenden Vollblutmusikanten aus und sparten dabei aufdringliche Touristen genauso wenig wie die eigene Großmutter mit Herzschrittmacher mit Stromanschluss nicht aus.
Am Neubewohner Torben-Marcell mit seinem Hund Carolina haben sich die Waidler bis hin zu Lachtränen der Zuschauer abgearbeitet. Erinnernd an die Landesgartenschau in der Kreisstadt Freyung klärten die Beiden über ihr gärtnerisches Wissen auf und kamen zu dem Schluss, dass ihr Gartendasein von einem braunen Daumen bestimmt ist. „Wissts ihr no, wöi a Musikant fröiha a Lied glernt hot?“ fragten die beiden in das Publikum und klärten über tagelanges Hören einer Schallplatte mit dem Herausfinden der richtigen Akkorde auf. Urkomische Dialoge, sogar mit heiterem philosophischem Hintergrund wechselten sich mit Liedern aus der guat`n alt`n Zeit ab. Schlussendlich dann ein Geständnis, dass den urwüchsigen Musikanten sichtlich Schmerzen bereitet hat: „Sie lieben beide Schlager!“ Statt dem bekannten „Quantanemera“ wurde dann natürlich rein modetechnisch gesehen „Gwand hamma mehra“ oder „Gwamperte Lehrer“ oder aus Michaels Holm „Mendocino“ schließlich „Meng des Sie no?“ Zusammenfassend ein Abend, der die fernseherprobten Musiker wieder einmal zu Publikumslieblingen gemacht hat.













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