Schwarzenfeld
21.03.2023 - 08:26 Uhr

Feuerwehr will für Extremereignis gerüstet sein: Erste Marschübung im Landkreis Schwandorf

Die Feuerwehrführung im Landkreis Schwandorf bereitet erstmals eine groß angelegte Marsch- und Verlegeübung vor. Am 23. September setzt sich der Konvoi in Bewegung. Die logistische Herausforderung war Thema der Kommandantenversammlung.

Am 23. September wird die Feuerwehr in einem Fahrzeugkonvoi in Richtung Ingolstadt aufbrechen. Es ist die erste Marschübung in der Geschichte der Landkreisfeuerwehr. Symbolbild: FF Marktredwitz/exb
Am 23. September wird die Feuerwehr in einem Fahrzeugkonvoi in Richtung Ingolstadt aufbrechen. Es ist die erste Marschübung in der Geschichte der Landkreisfeuerwehr.

Die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal ist allen noch in Erinnerung. „So etwas kann immer wieder passieren“, sagte Kreisbrandinspektor und Katastrophenschutzbeauftragter Christoph Beier bei der Feuerwehr-Kommandantenversammlung am Sonntag in der Miesberggaststätte in Schwarzenfeld.

Sollte die Feuerwehr bei einem Extremereignis um Hilfe gebeten werden, will sie vorbereitet sein: Deshalb bereitet die Feuerwehrführung erstmals eine groß angelegte Marsch- und Verlegeübung vor. Die Übung beginnt mit dem Aufruf zur Meldung von Fahrzeugen und Freiwilligen. Am Einsatztag, dem 23. September, versammeln sich die Mannschaften am Landratsamt zur gemeinsamen Abfahrt. In der Kolonne geht es dann auf die Autobahn in Richtung Ingolstadt.

In den 160 Feuerwehren des Landkreises sind 6000 Leute aktiv. Kreisbrandrat Christian Demleitner legte die Statistik für das vergangene Jahr vor. Sie weist insgesamt 4372 Einsätze auf, davon 2466 technische Hilfeleistung und 880 Brandeinsätze. Demleitner stellte mit Kreisbrandinspektor Christian Weinfurtner, den Kreisbrandmeistern Andreas Brandstätter und Christoph Spörl sowie Kreisjugendwart Tobias Sebast vier neue Führungskräfte vor. Der Kreisbrandrat will die Notfallseelsorge im Landkreis reaktivieren und gründete deshalb unter der Leitung von Kreisbrandmeister Patrick Allen eine Arbeitsgemeinschaft.

Für Kameraden, die nach einem Unfall durch das Absicherungsnetz fallen, hat der Landesverband vor 25 Jahren das Sonderkonto „Hilfe für Helfer“ eingerichtet. Es könnte bei einem Kameraden greifen, der sich im Einsatz schwer verletzte, die Versicherung bislang aber die Leistung verweigere, wie Christian Demleitner berichtete. Der Kreisbrandrat drängt auf einen raschen Baubeginn der Atemschutzübungsstrecke in Schwarzenfeld und überreichte der Zweiten Bürgermeisterin Gabi Wittleben symbolisch einen Spaten. Diese stellte den ersten Spatenstich für das zweite Halbjahr in Aussicht.

Im Landkreis bestehen 123 Jugendgruppen mit 1230 Mitgliedern sowie 35 Kindergruppen mit 624 Mädchen und Buben. Um sie kümmern sich 500 ehrenamtliche Betreuer. 170 Jugendliche wechselten zuletzt in den aktiven Dienst, wie Jugendwart Tobias Sebast berichtete. Ausbildungsleiterin Josefine Duscher lobte den Fortbildungswillen der Kameraden. An 23 verschiedenen Lehrgängen und Kursen nahmen im vergangenen Jahr 839 Aktive teil. Landrat Thomas Ebeling bestätigte „die gute Zusammenarbeit des Landkreises mit der Feuerwehrführung“.

Hintergrund:

Termine der Feuerwehr

  • 31. März: Atemschutzleistungswettbewerb des Bayerischen Feuerwehrverbandes in Nabburg (Bronze und Silber).
  • 29. April:Kommandantenausflug nach München.
  • 5./6./7. Mai:Florianstage
  • Erste Augustwoche: Jugendzeltlager in Högling.
  • 1. bis 3. September: Bundesentscheid der Feuerwehrjugend in Burglengenfeld.
  • 23. September: Marschübung
  • 25. November: Feuerwehrsymposium in Schwandorf.
 
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