Schwarzenfeld
18.03.2024 - 12:15 Uhr

Feuerwehren künftig bei Unfällen mit Elektroautos gefordert

Unfälle mit Elektrofahrzeugen nehmen zu und stellen die Feuerwehren vor neue Herausforderungen. „Brennende Batterien lassen sich nämlich nicht löschen“, erklärte Polizeihauptkommissar Thomas Zach den Kommandanten

Der Gefahrgutbeauftragte der Polizei klärte die Führungskräfte der Landkreis-Feuerwehren bei der Kommandanten-Dienstversammlung am Sonntag in der Miesberggaststätte über die rechtlichen Aspekte nach Unfällen mit E-Autos auf.

Hohe Erwartungshaltung

Thomas Zach betonte: „Nur Abschleppdienste dürfen diese Fahrzeuge abtransportieren“. Und diese müsse rasch geschehen, so der Referent, „denn die Aufrechterhaltung des fließenden Verkehrs sei oberste Maxime“. Und: „Der Bürger hat in dieser Hinsicht eine hohe Erwartungshaltung an die Polizei und die Feuerwehren“. Thomas Zach ist überzeugt, „dass die Probleme mit E-Autos zunehmen werden“. Es gehe nicht nur um den Abtransport der Fahrzeuge und die Entsorgung der Batterien, sondern auch um die Beseitigung entstandener Umweltschäden. „Für die Polizei ist die E-Mobilität ein großes Thema“, machte der Beamte deutlich.

Kreisbrandrat Christian Demleitner stellte in seiner Bilanz für 2023 fest: „4946 Einsätze und über 60 000 Einsatzstunden sind Rekord in der Geschichte der Landkreisfeuerwehren“. Dies zeige, „dass es um die Sicherheit im Landkreis gut bestellt ist und der Bürger sich keine Sorgen zu machen braucht“, so der Kreisbrandrat. Stellvertretend griff Demleitner die Einsätze beim Waldbrand in Nittenau und beim Brand in einer Firma in Maxhütte-Haidhof auf, „die einen hohen personellen und technischen Aufwand erfordert haben“. Es habe aber alles „wie am Schnürchen geklappt“, so das Kompliment des obersten Feuerwehrmannes an die Einsatzkräfte.

Konzept bei Stromleitungen

In den 155 Feuerwehren leisten aktuell 5928 Frauen und Männer aktiven Dienst. Mit der Verlegung der Stromleitungen durch den Landkreis sieht der Kreisbrandrat neue Herausforderungen auf sie zukommen. „Bei einer Übung haben wir mit dem Netzbetreiber bereits ein Konzept erarbeitet, sollte es zu Unglücksfällen an den Masten kommen“, erklärte Christian Demleitner. Er ist sich sicher: „Das Thema wird uns begleiten“.

Großer Fortbildungswille

Im Rahmen der Katastrophenhilfe stellte die Feuerwehrführung auch ein „Hilfeleistungskontingent“ für Einsätze außerhalb des Landkreises zusammen. Zum ersten Mal bekamen die Kommandanten Hilfestellung in einem Tagesseminar, das gut angekommen sei, so Demleitner. Er lobte auch den Fortbildungswillen der Aktiven, die 907 Leistungsabzeichen ablegten. Zwölf Feuerwehren bekamen im vergangenen Jahr ein neues Fahrzeug. 485 Aktive erfüllten die Voraussetzungen für eine staatliche Ehrung. Beim Florianstag (4./5.Mai) und während der Aktionswoche im September wollen die Aktiven der Öffentlichkeit ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.

Kreisjugendwart Tobias Sebast vertritt 118 Jugendgruppen mit 1269 Jugendlichen, von denen im vergangenen Jahr 178 zu den Aktiven übergetreten sind. In den 39 Gruppen der Kinderfeuerwehr sind 682 Mädchen und Buben organisiert. Von ihnen schlossen sich im vergangenen Jahr 56 den Jugendverbänden an. Landrat Thomas Ebeling und Bürgermeister Peter Neumeier bedankten sich bei den Aktiven im Namen der Landkreisbevölkerung für den ehrenamtlichen Einsatz zum Wohl der Bevölkerung.

Hintergrund:

Feuerwehrtermine 2024

  • Kreisfeuerwehrverband: 21. März KFV-Verbandsversammlung.
  • Atemschutz: Leistungswettbewerb am 19./20. April
  • Bundeswettbewerb der Jugend: Kreisentscheid am 4. Mai in Neunburg vorm Wald
  • Florianstag: 4./5. Mai
  • Kinderfeuerwehrolympiade: 22. Juni
  • Kreisjugendzeltlager: 31. Juli bis 4. August in Bodenwöhr
  • Aktionswoche: Eröffnung am 14. September
  • Lange Nacht der Feuerwehren: 21. September
  • Jugendwarteseminar: 2. November
  • Kommandantenfortbildung: Im November auf Inspektionsebene
 
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