02.05.2021 - 11:16 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Forstgutachter sehen Gemeindewald auf einem guten Weg

Bürgermeister Peter Neumeier bekommt von Forstdirektor Alwin Kleber und Revierleiter Thomas Hebauer (von links) den aktuellen Forstwirtschaftsplan für den Schwarzenfelder Gemeindewald überreicht.
von Manfred BäumlerProfil

Forstdirektor Alwin Kleber und Revierleiter Thomas Hebauer sind zum Antrittsbesuch im Rathaus und haben Aufschlussreiches dabei. Mit 36 Hektar Waldfläche, die sich im Gemeindeeigentum des Marktes Schwarzenfeld befindet, gehört die Kommune sicherlich nicht zu den großen Waldbesitzern. Dennoch nehmen Forstdirektor Alwin Kleber vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Landkreis Schwandorf und der erst kürzlich ernannte Revierleiter Thomas Hebauer die Möglichkeit wahr, bei einem ersten Treffen mit Bürgermeister Peter Neumeier sich vorzustellen und dabei den neuen Forstwirtschaftsplan für die Region zu übergeben. Ein umfangreiches Werk, das die forstlichen Maßnahmen der nächsten zwanzig Jahre vorgibt. Die vom Forstsachverständigen Michael Graf erstellte Auswertung regelt die Bewirtschaftung der Waldflächen mit dem Ansinnen einer vorbildlichen Bewirtschaftung nach den Bestimmungen des Bayerischen Waldgesetzes.

Knapp unter 200 Festmeter im Jahr beträgt der Hiebsatz im gemeindlichen Gebiet, informiert Alwin Kleber und betont, dass damit die Erfordernisse eines kommunalen Waldes in vollem Umfang erfüllt sind.

Auch im Raum Schwarzenfeld waren in den letzten Jahren Schäden an der Kiefer, bedingt durch lange Trockenphasen, außerordentliche Wetterextreme und der damit verbundenen Insektengefahr besonders ausgeprägt. Ziel sei es, so die Forstfachleute, den Laubholzanteil von derzeit 30 auf 40 Prozent zu erhöhen und damit mit Edellaubholz, wie Eiche, Ahorn oder auch der Esskastanie den Nadelholzanteil entsprechend zu reduzieren. "Ein gesundes Mischungsverhältnis mit entsprechender Verbesserung der Holzqualität" lautet das Credo zur unverzichtbaren Daueraufgabe, so Kleber.

Bereits unter den Vorgängern von Revierförster Thomas Hebauer sei im Gemeindewald Schwarzenfeld mit Verjüngung der Altbestände und Pflege der jüngeren Waldflächen vorbildhaftes geleistet worden, lobt Alwin Kleber auch das Engagement von Revierleiter Dieter Ernst, der erst kürzlich in den Ruhestand verabschiedet wurde. In Traunricht auf dem Kulchberg, oder auch im Bereich der Flachbrunnnen im Mies wurden so Neuanpflanzungen vorgenommen, die Vorbildcharakter für eine gesunde Forstphilosophie haben. "Der Gemeindewald Schwarzenfeld ist somit auf einem guten Weg, den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden" so die richtungsweisende Einschätzung der beiden Forstleute.

Mit aufschlussreichem Kartenwerk waldbaulicher Beschreibung und abschließender Hiebsatzermittlung, wurde an Bürgermeister Neumeier ein Revierbuch als wichtiges Handwerkszeug des Revierleiters übergeben. Kosten- und Maßnahmenplanungen für die Zukunft gehören dazu. Peter Neumeier dankte zunächst für das Angebot einer guten Zusammenarbeit mit dem Amt und Forstdirektor Kleber an der Spitze, sowie natürlich mit Revierleiter Thomas Hebauer, für den der Antrittsbesuch im Rathaus, der in erster Linie ein Kennenlernen zum Ziel hatte. Die Kosten für die Erstellung des Planwerks in Höhe von 3000 Euro teilen sich der Freistaat Bayern und die Gemeinde.

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