13.02.2020 - 12:52 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Geld für Verwaltung und Schulen

Vier Millionen Euro nimmt die Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld in diesem Jahr in die Hand, um damit den Betrieb des Rathauses, der Schulen und anderer Aufgaben zu finanzieren. Jede der drei Gemeinden steuert ihre Umlage bei.

Mit einem siebenstelligen Betrag finanziert die Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld den Betrieb des gemeinsamen Rathauses und anderer Aufgaben, die das kommunale Leben am Laufen halten.
von Herbert RohrwildProfil

2,7 Millionen Euro an Zuschüssen braucht die Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld, um in diesem Jahr arbeiten zu können. Das Geld machen die drei Gemeinden Schwarzenfeld, Stulln und Schwarzach locker – in ganz unterschiedlicher Höhe.

Die Gemeinschaftsversammlung gab im Rathaus ihren Segen für den Jahreshaushalt der Verwaltungsgemeinschaft (VG). Diese Versammlung ist das Beschlussorgan der VG. Kämmerer Thomas Krapf stellte das aktuelle Zahlenwerk vor, wobei der Haushalt 2020 mit 4,03 Millionen Euro in Einnahmen und Ausgaben schließt. Er ist damit etwas höher als im Vorjahr.

Der erste Blick vom Kämmerer Thomas Krapf galt allerdings dem Jahr 2018. Alle Rechnungen liegen vor, alle Bescheide sind abgerechnet und nun weiß man, dass dieses Jahr im Verwaltungshaushalt mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 3,4 Millionen und im Vermögenshaushalt mit 0,4 Millionen Euro abschließt.

Auf der Tagesordnung stand auch die örtliche Prüfung der Jahresrechnungen 2013 bis 2018. Als Vorsitzender des Prüfungsausschusses versicherte Franz Jauernig, das Ergebnis enthalte keine gravierende Feststellungen und die Entlastung für alle geprüften Jahresrechnungen könne erteilt werden. Als Anregung gab er der Verwaltung mit auf den Weg, örtliche Geschäfte bei Aufträgen zu berücksichtigen. Marktrat Karl-Heinz Dausch bat darum, zukünftig die Jahresrechnungen zeitnaher zu prüfen. Das Gremium fasste alle erforderlichen Beschlüsse ohne Gegenvotum.

Was den neuen Geldtopf anbelangt, so liegt im Verwaltungshaushalt 2020 der Ansatz mit 3 618 300 Euro etwas höher als im letzten Jahr. Für Investitionen und ähnliche Ausgaben stehen 413 000 Euro zur Verfügung, auch hier mehr als im Vergleichzeitraum 2019. Das Gesamtvolumen des Haushalts summiert sich damit auf etwas mehr als vier Millionen Euro.

Der Haushalt der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld ist vorwiegend umlagefinanziert, merkte der Kämmerer an. Aufgrund einer Rücklagenentnahme und der Zuführung zum Verwaltungshaushalt könne die Umlage auf dem Niveau der Vorjahre gehalten werden (2,7 Millionen Euro).

Die Umlage für den außerschulischen Bereich umfasst 1 875 450 Euro und wird auf die Mitgliedsgemeinden nach Einwohnerzahlen aufgeteilt. Schwarzach mit seinen 1419 Einwohnern (-27 im Vergleich zum Vorjahr) zahlt 270 251 Euro, Schwarzenfeld hat 6289 Einwohner (-51) und muss knapp 1,3 Millionen Euro überweisen, Stulln (1.647 Einwohner; +10) 313 674 Euro.

Im Haushaltsjahr 2020 errechnet sich für den schulischen Bereich als Gesamtvolumen 870 650 Euro. Es verteilt sich nach den Schülerzahlen. Schwarzach: 122 091 für 61 Schüler; Schwarzenfeld: 582 435 Euro für 291 Schüler und Stulln 166 124 Euro für 83 Schüler. Die Umlage je Schüler liegt bei 2001 Euro.

Investiert werden in die Schulen 213 000 Euro für die Neuausstattung der Klassenzimmer im B-Bau im Rahmen der Generalsanierung und die Einrichtung von WLAN-Zugängen in einzelnen Klassenräumen. Außerschulisch sind 43 000 Euro bereitgestellt, unter anderem für die Büroausstattung im Rathaus.

Die Gemeinschaftsversammlung legte auch die Entschädigung der Wahlhelfer für die Kommunalwahl am 15. März fest. Insgesamt werden 24 Stimmbezirke – darunter 12 Briefwahllokale – eingerichtet, informierte Bürgermeister Manfred Rodde. Der Kreistag empfahl eine Entschädigung von 50 Euro und das Gremium in Schwarzenfeld schloss sich diesem Vorschlag an. Sollte ein weiterer Tag zur Auszählung erforderlich sein, fällt eine Entschädigung in gleicher Höhe an. Private Arbeitgeber erhalten für die bei Wahlen eingesetzten Arbeitnehmer auf Antrag Kostenersatz. Des Weiteren wird auf Antrag Verdienstausfallentschädigung für Selbstständige, Hausfrauen oder Hausmänner von 50 Euro für den 15. März gewährt.

Bürgermeister Manfred Rodde (links) leitet die Sitzung der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld. Kämmerer Thomas Krapf stellt den Haushaltsplan 2020 mit dem Gesamtvolumen in Höhe von vier Millionen Euro vor. Das Gremium erteilt seine Zustimmung.
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