22.10.2019 - 17:07 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Kolping gibt den Weg vor

Das Werk des Gesellenvater Adolph Kolping weiter zu führen: Dies ist das erklärte Ziel des Schwarzenfelder Ortsvereins. Wie rührig er ist, zeigt sich in der Jahreshauptversammlung.

Maria Meyer und Wolfgang Lobinger (von rechts) zeichneten Mitglieder aus, darunter Hans Gietl und Ottmar Hochmuth (65 Jahre) sowie Georg Obermeier und Franz Dirrigl (60 Jahre).
von Siegmund KochherrProfil

Pfarrer Heinrich Rosner zelebrierte den Gottesdienst zum Kolpinggedenktag, die Gruppe "Contakt" und Kirchenmusiker Michael Koch übernahmen den beschwingten musikalischen Part. Bei der anschließenden Jahreshauptversammlung im Pfarrheim betonte Vorsitzender Wolfgang Lobinger, dass die Mitglieder immer das Werk von Gründervater Adolph Kolping vor Augen hätten. Der Verein zählt nach fünf Sterbefällen, elf Austritten und zwei Neuaufnahmen derzeit 266 Mitglieder, davon sind 141 Frauen. Im Verein sind zwei Alters,- und sechs Interessengruppen integriert. Mit acht Sitzungen und Besprechungen wurde das große Programm ausgearbeitet. Ein ereignisreiches Jahr liegt wieder hinter den Mitgliedern: Wolfgang Lobinger verwies auf eine Liste von Aktivitäten, auf religiöse, weltliche und gesellschaftliche Veranstaltungen.

Besonders hob Lobinger die Spenden für soziale Einrichtungen - so zum Beispiel an Pfarrer Josef Renner für ein Schulzentrum mit verschiedenen Schulzweigen in Chamba-Odormi und für krebskranke und behinderte Kinder Ostbayerns, hervor. Der Vorsitzende bedauerte, dass sich die Gruppe "Kontrast" wegen Studium und Wohnortwechsel von jungen Menschen aufgelöst hat.

Die Gruppe Erwachsene, die von Hans Lobinger geleitet wird, besucht kirchliche und weltliche Veranstaltungen. Im Schnitt ist sie wöchentlich einmal unterwegs. Lobinger steht mit seinem Team viele Stunden im Keller an der Schleifmaschine, um kreative Stücke für den Weihnachtsmarkt in Schwarzenfeld oder den Bauernmarkt zu fertigen. "Was wäre der Weihnachtsmarkt in Schwarzenfeld ohne die vier Verkaufsstände? fragte Lobinger. Die Einnahmen werden gespendet. Zudem organisiert man die Fußwallfahrt nach Amberg, zwei Altkleidersammlungen und den Fahrradbasar.

Der Familienkreis ist eine der Aktiv-Gruppen. "Vieles wäre ohne sie nicht machbar. Sie sind zur Stelle, wenn sie gebraucht werden", betonte der Vorsitzende. Der Fronleichnamsaltar, die Nikolaus-Aktion und die Weihnachtsfeier rundeten das vielseitige Programm ab. Zudem sei Kolping bei der Einweihung des neuen Pfarrheims und dem Jubiläum 100 Jahre Frauenbund präsent gewesen. Die Besichtigung der Privatmolkerei in Schwarzenfeld und der Erlebniskugel in Steinberg, das Johannisfeuer auf dem Miesberg und das Fastenessen wurden gut besucht.

Klara Bauer leitet die Gruppe Kinderkalligraphie. Schönschreiber und Teenie-Gruppe sind jetzt vereint. Neu hinzu gekommen ist die Gruppe Buchstabenkünstler. Eine Frauen-Turngruppe leitet Maria Meyer, die Walking-Gruppe Katjenka Wild.

Ehrennadel und Urkunden für 25 Jahre Mitgliedschaft gab es für Gaby und Siegfried Arnds, Maria Bäumler, Wolfgang Böckl, Katharina Eder, Thomas Hunzinger, Matthias Lobinger, Markus Ram und Josef Ram. 60 Jahre sind Franz Dirrigl und Georg Obermeier dabei, schon 65 Jahre Hans Gietl und Ottmar Hochmuth.

Auch für dieses Jahr hat sich die Kolpingfamilie viel vorgenommen. Neben religiösen Veranstaltungen stehen der Fahrrad-Basar, die Altkleidersammlung im Frühjahr und im Herbst im Programm, ebenso die Gestaltung des Fronleichnam-Altars und das Johanni-Feuer.

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