Schwarzenfeld
13.03.2019 - 14:14 Uhr

Manfred Rodde kandidiert nicht mehr

"Es sind noch viele Aufgaben da, aber irgendwann muss man aufhören", versichert der langjährige Bürgermeister Manfred Rodde. Er will sich nächstes Jahr nicht noch einmal um das Amt des Rathaus-Chefs bewerben.

Heuer im November wird Manfred Rodde 65 Jahre alt. Wenn vier Monate später die Wahl zum Schwarzenfelder Bürgermeister ansteht, will er nicht mehr kandidieren – nach insgesamt 18 Jahren als Rathauschef. Bild: Thomas Dobler
Heuer im November wird Manfred Rodde 65 Jahre alt. Wenn vier Monate später die Wahl zum Schwarzenfelder Bürgermeister ansteht, will er nicht mehr kandidieren – nach insgesamt 18 Jahren als Rathauschef.

Rodde begründet seinen Schritt auf zweifache Weise. Er führt zum einen sein Alter ins Spiel: "Ich werde heuer 65 Jahre alt." Zum anderen weist er auf seine lange Amtszeit hin: "Ich bin jetzt drei Wahlperioden Bürgermeister." Das sind 18 Jahre in der Verantwortung. Da werde es Zeit für einen Wechsel.

Auf der CSU-Liste kandidierte Manfred Rodde 1990 zum ersten Mal erfolgreich für den Marktrat, 1996 ein weiteres Mal. Bei der Kommunalwahl im März 2002 befand es die Mehrheit der Schwarzenfelder für an der Zeit, dass Manfred Rodde den Chefsessel im Rathaus einnimmt: Er wurde zum Ersten Bürgermeister gewählt. Rodde wechselte hauptberuflich in die Politik, gab gleichzeitig eine sichere Stelle bei seinem Arbeitgeber auf.

Zwischenzeitlich sind es 17 Jahre, die Manfred Rodde im Rathaus den Ton angibt - und damit ist er auch Rekordhalter. Noch nie war ein hauptamtlicher Bürgermeister in Schwarzenfeld länger in der Verantwortung als Rodde, der gerade seine dritte Wahlperiode absolviert. Im Alter von 47 Jahren sorgte er als christsozialer Herausforderer für eine Überraschung, als er den amtierenden Rathauschef und einen weiteren Kandidaten bei der Bürgermeisterwahl mit 55,9 Prozent verdrängte. "Damit habe ich es damals auf die Titelseite geschafft", erinnert sich Rodde noch lebhaft.

Die Schwarzenfelder waren mit seiner Amtsführung zufrieden. So zufrieden, dass sie ihn im Jahr 2008 mit sensationellen 82 Prozent in seine zweite Amtszeit gewählt haben. Die sechs Jahre bis 2014 hatte die CSU auch im Marktrat eine satte Gestaltungsmehrheit, die nicht zuletzt wegen Roddes ausgleichendem Naturell nicht dazu benutzt wurde, diskussionslos eigene Ideen durchzudrücken. Wobei den Bürgermeister auszeichnete und auszeichnet, dass er die manchmal heftigen Debatten im Rat nicht weiter anheizt. "Ich moderiere die Diskussionen", ist Roddes Credo, denn der Marktrat und nicht die Verwaltung soll die Weichen für die Zukunft der Gemeinde stellen.

Zuletzt, bei der Kommunalwahl 2014, wurde es knapp gegen ÜPW-Herausforderer Peter Neumeier. Rodde gewann mit gut 51 Prozent, Neumeier holte fast 49 Prozent der Stimmen.

Wie geht es weiter? "Die CSU wird vermutlich heuer im Herbst, ein halbes Jahr vor der nächsten Wahl, ihren Kandidaten vorstellen." Das müsse kein altgedienter Kommunalpolitiker sein, etwa aus den Reihen der CSU-Markträte. "Das kann auch jemand sein, der noch ohne Amt ist und unbelastet", meint Rodde. Ober er damit auf den neuen Schwarzenfelder CSU-Vorsitzenden Wolfgang Prebeck anspielt, ließ Rodde unbeantwortet.

 
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