08.09.2019 - 10:24 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Neuer Kaminkehrer

Seit 1. September ist Kaminkehrermeister Christian Dunzer für den Bereich der VG Schwarzenfeld zuständig. Er stellt sich den Bürgermeistern der Mitgliedsgemeinden persönlich im Rathaus vor.

Kaminkehrer Meister Christian Dunzer stellt sich in der Gemeinde Schwarzenfeld den Bürgermeistern der Verwaltungsgemeinschaft vor
von Siegmund KochherrProfil

Der Familienvater von zwei Kindern ist in Eschenbach wohnhaft. Von 1997 bis 2016 war er Angestellter und machte im Jahr 2004 die Kaminkehrer-Meisterprüfung. Anschließend wechselte er für drei Jahre nach Bayreuth und ab 1. September 2019 für Mario Schön in den Kaminkehrerbezirk nach Schwarzenfeld. Die beiden Mitarbeiter von Schön übernimmt Dunzer.

Bürgermeister Manfred Rodde begrüßte die Entscheidung. Mit zu den Aufgabenbereichen des Kaminkehrers gehören der Umweltschutz, Beratung, Sicherheit und Brandschutz. Der Kaminkehrermeister war schon einmal in Schwarzenfeld als Vertreter tätig. Die Aufgaben im Haus reichen von der erstmaligen Abnahme bei Errichtung oder Änderung von Feuerungsanlagen bis zur regelmäßigen Reinigung der Schornsteine. Vor sechs Jahren wurde die Besetzung der Bezirke im freien Wettbewerb eingeführt. Doch wirklich verändert hat sich seither wenig. Kaum einer der Immobilieneigentümer macht von dem neuen Wahlrecht Gebrauch. Ist es fehlendes Wissen, Angst vor Konflikten oder schlicht die Zufriedenheit mit dem bisherigen Kaminkehrer? Nur wenige der Kunden seien mit ihrem Schornsteinfeger unzufrieden, besagt eine Studie vom Bundes-verband des Schornsteinfeger- Handwerks. "Das ist eine Frage des Vertrauens. Man kennt sich eben seit vielen Jahren", meint Dunzer.

Die Feuerstättenschau gehört zu den "hoheitlichen" Arbeiten, die nur der bevollmächtigte Schornsteinfeger im Bezirk durchführen darf. Im Schnitt alle dreieinhalb Jahre kommt dafür der Meister persönlich vorbei und begutachtet alle Feuerstätten und Abgas-Anlagen im Haus und überprüft ihre Betriebs- und Brandsicherheit. Die Kaminkehrer haben nicht nur mit dem eigentlichen "Kehren von Kaminen" zu tun, sondern auch mit der Wahrnehmung gesetzlich vorgeschriebener Aufgaben, um den Schutz von Mensch, Tier und Umwelt sowie die Betriebs- und Brandsicherheit von Feuerungsanlagen zu gewährleisten.

Je nach Feuerstelle seien ganz unterschiedliche Zeitabstände für die technische Prüfung vorgeschrieben, die sowohl vom Immobilienbesitzer wie auch vom Kaminkehrer unbedingt eingehalten werden müssen. Zusätzlich muss etwa alle drei Jahre eine Feuerstättenschau gemacht, dazu auch der Kaminofen auf Funktionsfähigkeit überprüft werden.

Bürgermeister Hans Prechtl ergänzte, der Ort Stulln gehöre nicht zum Kehrgebiet von Dunzer. Der Kehrbezirk des Schornsteinfegers erstreckt sich über 22 Gemeindeteile der in Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld.

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