27.11.2020 - 10:29 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Neuer Pool hilft bei Hochwasser

Was passiert, wenn die Naab Hochwasser führt, hat der Markt schon in einigen bitteren Momenten erfahren müssen. Vor allem die Gebiete südlich der Neuen Amberger Straße sind davon betroffen. Eine neue Baumaßnahme soll hier helfen.

Die Marktgemeinde hat nördlich von Schwarzenfeld zwischen der Naab und der Einmündung des Hüttenbachs den bestehenden Hochwasser-Rückhalteraum erweitert. Die verantwortlichen Planer trafen sich mit Bürgermeister Peter Neumeier (rechts) am Rande des neuen Pools, um das Ergebnis zu besichtigen.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Vor einigen Jahren wurde das Überschwemmungsgebiet der Naab im Bereich von Schwarzenfeld festgesetzt. Darin enthalten sind alle Gebiete, die durch ein Hochwasser überflutet werden könnten – statistisch einmal in 100 Jahren.

Damit unterliegen die betroffenen Grundstücke hinsichtlich ihrer Bebaubarkeit einigen Einschränkungen, unabhängig, ob es sich um einen Neubau oder um einen Anbau handelt. Es ist hier immer eine Ausnahmegenehmigung nach den wasserrechtlichen Bestimmungen notwendig.

Vor allem die Gebiete südlich der Neuen Amberger Straße sind hiervon betroffen. Bei jeglicher Flächenverbrauch durch Bauvorhaben muss der Rückhalteraum ausgeglichen werden. Grundsätzlich sollte dies, wenn möglich, an Ort- und Stelle erfolgen.

Wo dies nicht möglich oder zulässig ist, hat die Marktgemeinde nördlich von Schwarzenfeld zwischen der Naab und der Einmündung des Hüttenbachs den bestehenden Rückhalteraum erweitert.

Die Planung hierfür lag in den Händen von Landschaftsarchitekt Andreas Thammer aus Gaisthal bei Schönee. Das ortsansässige Bauunternehmen Schatz hat die Erdarbeiten im September und Oktober ausgeführt und für rund 85 000 Euro rund 3500 Kubikmeter Rückhaltevolumen geschaffen.

Hochwasserschutz für Schwarzenfeld

Schwarzenfeld

Gemeinsam mit Bürgermeister Peter Neumeier haben Projektleiter Gerhard Brunner aus dem Rathaus, Landschaftsarchitekt Andreas Thammer, Bauleiter Hans Böckl und Unternehmer Wolfgang Schatz die Arbeiten abgenommen.

Bürgermeister Neumeier freute sich, dass der Markt Schwarzenfeld nunmehr wieder den Bauherrn eine Ausgleichsmöglichkeit anbieten kann. Ähnlich einem Bankkonto werden die Volumen aus dem Retentionsraumpool „abgebucht“.

Wenn nötig, werden entsprechende Ablösevereinbarungen mit den Bauherrn abgeschlossen. Gegen Zahlung eines Ablösebetrags kauft sich der Bauherr von seiner Ausgleichsverpflichtung frei. Das abgelöste Volumen wird seinem Bauvorhaben angerechnet und die Marktgemeinde muss den Rückhalteraum dauerhaft erhalten und pflegen.

Aktuell können noch keine Preise für einen Kubikmeter genannt werden, da noch nicht alle Rechnungen vorliegen. Erst zu Beginn des kommenden Jahres kann die Kalkulation erfolgen. Die Marktgemeinde verfolgt hier keine Gewinnerzielungsabsicht. Es handelt sich um eine Unterstützungs- und Serviceleistung für Bauherrn.

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